Jan Rademeister
| veröffentlicht am: 02.07.26
geprüft von Thoralf Müller | 3 Min. Lesezeit

Wimbledon 2026 der Frauen: Favoritinnen, Außenseiterinnen & Titel-Prognose

Wimbledon 2026 der Frauen: Favoritinnen, Außenseiterinnen & Titel-Prognose

Das Damen-Turnier von Wimbledon 2026 gilt als das offenste seit Jahren. Weltranglisten-Erste Aryna Sabalenka führt die Quoten an, doch praktisch alle Titelkandidatinnen reisen mit Formfragen an. Hier die kompakte Übersicht: Wer favorisiert ist, wer als Außenseiterin lauert – und wer die besten Titelchancen hat.

Die Titelquoten im Überblick

Spielerin Titelquote (ca.) Turnierhälfte Rasen-Stärke
Aryna Sabalenka 4,50 obere hoch
Elena Rybakina 5,50–7,00 untere sehr hoch
Iga Świątek 10,00 untere mittel
Jessica Pegula 9,00–10,00 obere hoch
Mirra Andreeva 11,00 obere offen
Coco Gauff 13,00 obere mittel
Amanda Anisimova 14,00–17,00 untere hoch
Madison Keys 17,00 untere sehr hoch
Karolína Muchová 20,00 obere hoch
Naomi Osaka 25,00 obere mittel
Serena Williams 33,00–55,00 untere (Comeback)

Quoten-Stand 02.07.2026, Richtwerte – schwanken laufend. Vor der Wettabgabe beim Anbieter prüfen.

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Aryna Sabalenka – Favoritin mit Fragezeichen

Aryna Sabalenka
Aryna Sabalenka
  • Quote: ~4,50 (Nummer 1 der Setzliste, führend in den Rasen-Elo-Ranglisten)
  • Dafür: 3× Wimbledon-Halbfinale in Folge; seit 2022 bei keinem Grand Slam vor dem Viertelfinale ausgeschieden
  • Dagegen: French-Open-Aus im Viertelfinale trotz Favoritenrolle, in Berlin ein „Bagel” (0:6) im Entscheidungssatz; neigt in engen Momenten zum mentalen Einbruch
  • Draw: anspruchsvolles Viertel mit Osaka, Muchová und French-Open-Siegerin Andreeva
  • Einordnung: die logische Favoritin – aber eine verwundbare

Elena Rybakina – die geborene Rasenspielerin

Elena Rybakina
Elena Rybakina
  • Quote: ~5,50–7,00 (Wimbledon-Siegerin 2022, Australian-Open-Championin 2026)
  • Dafür: einer der besten Aufschläge der Tour, flache Grundschläge wie gemacht für Rasen – muss ihr Spiel kaum anpassen
  • Dagegen: zuletzt vier Niederlagen aus sechs Matches, Rasen-Vorbereitung nur 1-2
  • Einordnung: wenn sie „an” ist, kaum zu schlagen – die Bestform zuverlässig abzurufen bleibt aber ihr Problem

Iga Świątek – Titelverteidigerin in der Krise

Iga Świątek
Iga Świątek
  • Quote: ~10,00 (Vorjahressiegerin, dreifache Grand-Slam-Championin)
  • Dafür: unbestrittene Klasse, spielbarer Tableau-Abschnitt in Woche eins
  • Dagegen: Saisonbilanz nur 21-11, Erstrundenaus beim Rasen-Test in Bad Homburg, wacklige Dreisatz-Bilanz; Rasen nie ihr bester Belag
  • Einordnung: Wundertüte – müsste sich gegenüber der Jahresform deutlich steigern

Die US-Riege – Pegula, Keys, Anisimova, Gauff

  • Jessica Pegula (~9,00–10,00): in guter Rasenform, für viele eine Spielerin der Stunde auf dem Belag
  • Madison Keys (~17,00): Australian-Open-Siegerin, gewann direkt vor Wimbledon Eastbourne – beste Rasen-Referenz der US-Riege, gefährlichste Überraschungskandidatin bei stabiler Gesundheit
  • Amanda Anisimova (~14,00–17,00): Vorjahres-Finalistin (Wimbledon) und US-Open-Finalistin 2025, Rasen-Siegquote über 68 % – der erste Major-Titel fehlt noch
  • Coco Gauff (~13,00): enorme Klasse, aber in Wimbledon nie über die 4. Runde hinaus – Rasen bleibt Baustelle

Mirra Andreeva – das Ausnahmetalent

  • Quote: ~11,00 (French-Open-Siegerin 2026, erst 19 Jahre)
  • Dafür: Allround-Spiel aus Variabilität, Athletik und Nervenstärke; viel Selbstvertrauen
  • Dagegen: Rasen ist eine andere Welt als Sand, einziges Rasen-Match der Saison verloren, nie über das Wimbledon-Viertelfinale hinaus; kniffliger Tableau-Abschnitt
  • Einordnung: brandgefährlich für die Zukunft – auf Rasen vielleicht noch einen Tick zu früh

Der Serena-Williams-Faktor

  • Quote: ~33,00–55,00 (siebenmalige Wimbledon-Siegerin, erstes Major seit 2022, mit 44 Jahren)
  • Reiz: riesige Faszination, einer der schwächeren Tableau-Abschnitte – ein tieferer Lauf ist vorstellbar, evtl. mit einem frühen Duell gegen Titelverteidigerin Świątek
  • Einordnung: kein realistischer Titelkandidat – hier zählt, wie weit das Comeback trägt

Titel-Prognose: Wer die besten Chancen hat

Dieses Damenfeld ist so offen wie lange keines – keine der Topfavoritinnen reist in überzeugender Rasenform an. Das macht das Turnier für Außenseiterinnen und Value-Jäger besonders attraktiv.

  • Beste Chancen: Sabalenka (Grand-Slam-Konstanz, Motivation nach den Rückschlägen) und Rybakina (perfekt auf Rasen zugeschnitten, falls sie den Rhythmus findet)
  • Heißeste Herausforderinnen: Keys (Form), Anisimova (Finalerfahrung), Pegula (Rasen-Aufsteigerin)
  • Wundertüte: Świątek – Klasse ja, Form fraglich
  • Zukunfts-Joker: Andreeva – dem der Rasen aber noch fremd ist

Unsere Tendenz: Der Titel geht am ehesten an Sabalenka oder Rybakina – doch ein Triumph von Keys, Anisimova oder Pegula wäre keine echte Sensation. Value liegt in diesem Jahr klar außerhalb der ersten Quotenränge. Da sich das Bild von Runde zu Runde verschiebt, lohnt vor jeder Wette der Blick auf die tagesaktuellen Kurse.

Häufige Fragen (FAQ)

Wer ist Favoritin bei Wimbledon 2026 der Frauen?

Aryna Sabalenka führt als Weltranglisten-Erste die Quoten an (~4,50), vor Elena Rybakina (~5,50–7,00) sowie Iga Świątek und Jessica Pegula (je um 10,00).

Warum gilt das Turnier als besonders offen?

Keine Topfavoritin reiste in überzeugender Rasenform an: Sabalenka mit Rückschlägen in Paris und Berlin, Świątek mit Erstrundenaus in Bad Homburg, Rybakina mit vier Niederlagen aus sechs Matches, Andreeva ohne Rasen-Sieg der Saison.

Kann Serena Williams den Titel gewinnen?

Als Titelkandidatin ist die siebenmalige Wimbledon-Siegerin nur krasse Außenseiterin (33,00–55,00). Bei ihrem Comeback mit 44 Jahren geht es eher um einen tiefen Turnierlauf als um den Titel.

Wer sind die gefährlichsten Außenseiterinnen?

Vor allem Eastbourne-Siegerin Madison Keys und Vorjahres-Finalistin Amanda Anisimova, dazu Jessica Pegula – alle mit gutem Rasen-Profil und Quoten jenseits der ersten Ränge.

Quoten-Stand: 02.07.2026. Wettquoten unterliegen ständigen Schwankungen – bitte vor Wettabgabe beim jeweiligen Anbieter prüfen.


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