In Leverkusen stehen die Zeichen auf Neuanfang. Während die Werkself am kommenden Samstag ein sportliches Wunder benötigt, um die Saison noch zu retten, laufen im Hintergrund die Planungen für die Spielzeit 2026/2027 auf Hochtouren. Nach Informationen aus Vereinskreisen ist die Ära von Kasper Hjulmand nach nur einem Jahr bereits wieder Geschichte. Der absolute Wunschkandidat für die Nachfolge steht fest: Oliver Glasner soll unterm Bayer-Kreuz eine neue Ära einleiten.
Es ist die Nachricht, auf die viele Fans in Leverkusen gewartet haben, die aber gleichzeitig die tiefe Krise der aktuellen Saison unterstreicht. Bayer 04 Leverkusen und Trainer Kasper Hjulmand werden nach dem letzten Spieltag getrennte Wege gehen. Was als vielversprechendes Projekt mit dem dänischen Taktiker begann, endet nun in einer sportlichen Sackgasse.
Das Ende mit Schrecken: Hjulmand vor dem Aus
Intern herrscht längst Klarheit: Die Bilanz der laufenden Saison ist für die Ansprüche der Führungsetage um Fernando Carro und Simon Rolfes schlichtweg unzureichend.
Vor dem Saisonfinale am Samstag gegen den HSV rangiert Leverkusen lediglich auf dem sechsten Tabellenplatz. Um die lebenswichtige Qualifikation für die Champions League doch noch zu erreichen, ist die Werkself auf Schützenhilfe angewiesen – ein Szenario, das angesichts der bisherigen Unbeständigkeit eher wie ein ferner Traum wirkt.
Doch nicht nur die nackten Zahlen sprechen gegen Hjulmand. Wie aus Mannschaftskreisen verlautet, ist das Tischtuch zwischen dem Trainer und weiten Teilen des Kaders zerschnitten.
Die Unzufriedenheit über die taktische Ausrichtung und die interne Kommunikation soll in den letzten Wochen ein Level erreicht haben, das eine weitere Zusammenarbeit über den Sommer hinaus unmöglich macht.
Glasner würde perfekt passen: Die Rückkehr eines Erfolgsgaranten
In dieser prekären Lage rückt ein Name ins Zentrum des Interesses, der in der Bundesliga einen exzellenten Ruf genießt. Oliver Glasner ist der Mann, der Bayer wieder in die Spur bringen soll. Der Österreicher, der aktuell noch beim englischen Traditionsklub Crystal Palace unter Vertrag steht, erfüllt alle Anforderungen des Leverkusener Anforderungsprofils.
Glasner hat in der Vergangenheit bewiesen, dass er Mannschaften nicht nur stabilisieren, sondern zu Titeln führen kann. Unvergessen ist sein Triumph mit Eintracht Frankfurt im Jahr 2022, als er die Hessen zum Sieg in der Europa League coachte. Auch seine Zeit beim VfL Wolfsburg, den er in die Champions League führte, unterstreicht seine Expertise in der Bundesliga.
Warum der Wechsel jetzt Sinn ergibt
Für Glasner selbst scheint der Zeitpunkt für eine Rückkehr nach Deutschland ideal. Trotz einer respektablen Arbeit in der Premier League wird berichtet, dass der 51-Jährige einer Rückkehr in die Bundesliga alles andere als abgeneigt ist. Leverkusen bietet ihm – trotz der enttäuschenden aktuellen Saison – einen Kader von hoher Qualität und eine Infrastruktur, die zu den besten in Europa gehört.
Die Gespräche sollen laut Bayer-Insidern bereits fortgeschritten sein. Während Leverkusen nach einem Trainer sucht, der Disziplin mit attraktivem Offensivfußball verbindet, sucht Glasner offenbar nach einer neuen Herausforderung bei einem Klub, der das Potenzial hat, dauerhaft um Titel mitzuspielen.
Was passiert am Samstag?
Bevor jedoch der rote Teppich für Glasner ausgerollt werden kann, muss Bayer Leverkusen das letzte Spiel der Saison hinter sich bringen. Am Samstag geht es gegen den HSV Es ist die letzte theoretische Chance auf die Königsklasse, doch im Stadion wird wohl eher über die Zukunft als über das aktuelle Spiel diskutiert werden.
Sollte der Deal mit Glasner in den kommenden Tagen finalisiert werden, wäre dies ein deutliches Signal an die Konkurrenz: Bayer Leverkusen will 2026/2027 wieder angreifen – mit einem Trainer, der weiß, wie man Trophäen gewinnt.

