Jan Rademeister
| veröffentlicht am: 27.06.26 (aktualisiert: 27.06.26)
geprüft von Thoralf Müller | 4 Min. Lesezeit

Mallorca Championships 2026: Favoriten, Quoten & große Analyse zum Finale

Alexander Bublik

Auf Mallorca fällt die letzte Herren-Entscheidung vor Wimbledon: Bei den Vanda Pharmaceuticals Mallorca Championships (ATP 250) in Santa Ponça kämpfen die besten Rasenspieler des Feldes um den Titel. Angeführt von Top-10-Mann Alexander Bublik und dem zurückgekehrten Publikumsmagneten Nick Kyrgios verspricht das Endspiel hochklassiges, spektakuläres Rasentennis – als idealer Stimmungstest für den heiligen Rasen von London.

Quick Facts: Das Wichtigste auf einen Blick

Turnier Vanda Pharmaceuticals Mallorca Championships (ATP 250)
Runde Finale
Datum Samstag, 27. Juni 2026
Anstoß nicht vor 15:00 Uhr (Ortszeit = MESZ)
Ort Mallorca Country Club, Santa Ponça (Spanien)
Belag Rasen
Turnierdirektor Toni Nadal
Titelverteidiger Tallon Griekspoor
Siegprämie 93.175 € / 250 Punkte
TV Deutschland Sky Sport / WOW

Worum es geht: Die letzte Generalprobe der Herren

Mallorca ist der finale ATP-Stopp vor Wimbledon und hat sich seit dem ATP-Debüt 2020 als hochwertiges Rasenturnier etabliert. Unter der Leitung von Turnierdirektor Toni Nadal lockt das Event Jahr für Jahr eine starke Mischung aus etablierten Rasenspezialisten und aufstrebenden Talenten an. Die Siegerliste mit Namen wie Daniil Medwedew, Stefanos Tsitsipas und Tallon Griekspoor unterstreicht das Niveau. Für die Spieler ist es die letzte Chance, vor dem Grand Slam Matchpraxis und Selbstvertrauen auf Rasen zu sammeln.

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Der Belag: Rasen belohnt den mutigen Stil

Auf der schnellen Oberfläche von Santa Ponça sind bestimmte Qualitäten Gold wert:

  • Aufschlag als Waffe: Big Server diktieren auf Rasen das Geschehen
  • Kreativität und Tempo: Spieler mit variantenreichem, offensivem Spiel können hier glänzen
  • Kurze Ballwechsel: Wer früh den Punkt sucht und ans Netz geht, ist im Vorteil
  • Wenig Gewöhnungszeit: Die kurze Rasensaison belohnt jene, die den Belag intuitiv beherrschen

Genau dieses Profil passt auf die beiden größten Namen des Feldes.

Die Favoriten im Detail

Alexander Bublik – der gefährliche Topgesetzte

Der Kasache ist als Top-10-Spieler das Maß der Dinge in Santa Ponça. Bublik gilt als einer der unberechenbarsten und zugleich gefährlichsten Rasenspieler der Tour: ein bärenstarker Aufschlag, kombiniert mit kreativem, oft frechem Shotmaking, das auf dem schnellen Belag besonders schwer zu lesen ist.

  • Pro: Top-10-Klasse, herausragender Aufschlag, Spielstil ideal für Rasen
  • Contra: seine Unberechenbarkeit schneidet in beide Richtungen – an schwächeren Tagen unterlaufen ihm Schwankungen

Nick Kyrgios – die Rückkehr des Publikumslieblings

Die mit Spannung erwartete Rückkehr des Australiers verleiht dem Turnier zusätzliche Strahlkraft. Kyrgios ist mit seinem natürlichen Rasenspiel und seinem spektakulären Shotmaking einer der unterhaltsamsten Spieler überhaupt – auf Rasen historisch immer eine Macht, wenn Körper und Form mitspielen.

  • Pro: geborenes Rasentalent, gewaltiger Aufschlag, große Big-Match-Mentalität
  • Contra: nach längeren Pausen ist die Matchhärte über ein ganzes Turnier die große Frage

Die Verfolger

Das Feld ist tief besetzt. Luciano Darderi (Nr. 17) bringt eine starke Saisonbilanz mit, auch wenn ihm Rasen-Matchpraxis fehlt. Frances Tiafoe (Nr. 22) ist ein erfahrener, athletischer Allrounder, und der Spanier Alejandro Davidovich Fokina spielte sich als Lokalmatador im Turnierverlauf weit nach vorne. Titelverteidiger Tallon Griekspoor und Vorjahresfinalist Corentin Moutet runden ein Feld ab, das von der ersten Runde an Klasse versprach.

Die Wimbledon-Brücke: Warum dieses Finale zählt

Mallorca ist die letzte Standortbestimmung der Herren vor Wimbledon, das nur zwei Tage später beginnt. Das verleiht dem Endspiel über den Titel hinaus Bedeutung:

  • Selbstvertrauen auf Rasen: Wer hier mit einem tiefen Lauf oder Titel nach London reist, bringt Matchpraxis und ein gutes Gefühl auf dem Belag mit – ein nicht zu unterschätzender Vorteil bei einem Grand Slam, auf den die meisten Spieler direkt vom Sand kommen.
  • Aufschlag-Rhythmus: Gerade auf Rasen ist der Aufschlag-Rhythmus Gold wert. Spieler wie Bublik oder Kyrgios, deren Spiel auf dem Service aufbaut, profitieren besonders davon, diesen vor Wimbledon scharfzustellen.

Ein realistischer Vorbehalt gilt aber für die gesamte Rasensaison: Manche Spieler dosieren ihre Kräfte mit Blick auf den Grand Slam und nehmen ein 250er-Turnier nicht mit letzter Konsequenz. Die Ergebnisse von Mallorca sind daher ein Fingerzeig, aber keine Garantie für die Wimbledon-Form.

Quoten (Markteinordnung)

Spieler Tendenz
Alexander Bublik Topfavorit
Nick Kyrgios gefährlicher Hingucker
Alejandro Davidovich Fokina Lokalmatador im Aufwind
Frances Tiafoe erfahrener Anwärter
Luciano Darderi Außenseiter

Da das Finale erst am Samstagnachmittag entschieden wird und sich der Turnierbaum bis dahin noch fortsetzt, ordnen wir die Favoriten qualitativ ein, statt feste Prozent-Wahrscheinlichkeiten vorzutäuschen. Sobald die Finalpaarung steht, lässt sich der Markt präzise bewerten.

Aufschlag-Tennis pur

Mallorca ist das Turnier für Spieler, die den Aufschlag zur Waffe machen – und genau das prägt die Favoritenrolle.

Mein Fazit nach Abwägung von Klasse, Spielstil und Form:

  • Topfavorit bleibt Bublik: Als einziger Top-10-Spieler im Feld bringt er die höchste Grundqualität mit, und sein Spielstil ist wie für diesen Belag gemacht. Wenn er seinen Aufschlag durchbringt und seine Schwankungen im Zaum hält, ist er das Maß der Dinge.
  • Kyrgios ist die Wildcard: Auf Rasen kann er an einem guten Tag jeden schlagen – sein Aufschlag und seine Big-Match-Mentalität machen ihn zum gefährlichsten Namen hinter Bublik. Die offene Frage ist allein die körperliche Konstanz über mehrere Runden nach seiner Pause.
  • Der Lokalmatador als Reiz: Davidovich Fokina hat sich vor heimischem Publikum in Form gespielt und kann mit Rückenwind der Ränge für eine Überraschung sorgen.
  • Für den Außenseiter-Blick: Tiafoe bringt die Erfahrung mit, ein solches Finale zu bestehen, wenn die Topnamen schwächeln.

In einem Satz: Alexander Bublik ist der verdiente Topfavorit, dessen Aufschlagspiel ihn auf diesem Rasen zum Maß der Dinge macht – aber mit Nick Kyrgios und dem heimstarken Davidovich Fokina lauern zwei Spieler, die ein Finale jederzeit drehen können.

So oder so endet die Rasen-Generalprobe der Herren mit einem Endspiel, das Spektakel verspricht – und den letzten Fingerzeig vor Wimbledon liefert.

Quoten-Stand: 27.06.2026. Wettquoten unterliegen ständigen Schwankungen – bitte vor Wettabgabe beim jeweiligen Anbieter prüfen.

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