Halbzeit in der DTM – und das ausgerechnet am spektakulärsten Schauplatz des Kalenders. Anfang Juli verwandelt sich der Stadtkurs am Nürnberger Dutzendteich wieder in den berüchtigten Norisring, das „fränkische Monaco”. Nach einem chaotischen Lausitzring-Wochenende ist der Titelkampf offener denn je. Dieser Artikel klärt, wann gefahren wird, wer überträgt und worauf es sportlich ankommt.
| Event | DTM Norisring, Rennwochenende 4/8 |
| Renntage | Samstag 4. + Sonntag 5. Juli 2026 |
| Startzeit | jeweils ca. 13:00–13:30 Uhr (siehe Hinweis) |
| Ort | Norisring, Nürnberg (Stadtkurs, ~2,16 km) |
| TV Deutschland | ProSieben (Free-TV) |
| Livestream | JOYN / ran, DTM-eigener Stream & YouTube |
Wann ist das nächste DTM-Rennen?
Das nächste DTM-Wochenende steigt am 3. bis 5. Juli 2026 am Norisring. Das Lausitzring-Wochenende (19.–21. Juni) ist bereits Geschichte – und was für eins: Es wirbelte die Tabelle kräftig durcheinander. Am Norisring werden, wie üblich, zwei Wertungsläufe gefahren: das erste Rennen am Samstag (4.7.), das zweite am Sonntag (5.7.). Der Freitag dient dem Einfahren und Qualifying, am Wochenende geht es dann um Podestplätze und Punkte.
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Wer überträgt die DTM in Deutschland?
Die gute Nachricht für alle Fans: Die DTM läuft komplett im Free-TV. ProSieben überträgt beide Rennen am Samstag und Sonntag kostenlos und exklusiv im deutschen Fernsehen – die jeweils rund einstündigen Läufe stehen im Mittelpunkt der Motorsport-Berichterstattung des Senders.
Damit ist die DTM eine der zugänglichsten Motorsport-Serien überhaupt: kein Pay-TV nötig, einfach einschalten.
Gibt es einen Livestream?
Ja, gleich mehrere – und ebenfalls kostenlos. Alle Sessions sind im Stream über JOYN bzw. die ran-Plattform zu sehen, dazu überträgt JOYN am Wochenende einen eigenen Fan-TV-Stream. Als Alternative bietet die Serie über ihre offiziellen Kanäle und den DTM-YouTube-Kanal einen weiteren Livestream an.
Wer es besonders komfortabel mag, kann zudem auf den serieneigenen Streamingdienst zurückgreifen, der sämtliche DTM-Sessions live und als Wiederholung bereitstellt – inklusive der Möglichkeit, zwischen verschiedenen Kameraperspektiven zu wählen.
Der Norisring: das „fränkische Monaco”
Der Norisring ist der einzige reine Stadtkurs im DTM-Kalender und mit gut zwei Kilometern zugleich die kürzeste Strecke der Saison. Lange Geraden treffen auf wenige, dafür enge Kurven – allen voran die berühmte Grundig-Kehre, in der die über 550 PS starken GT3-Boliden von weit über 250 km/h auf Schrittgeschwindigkeit heruntergebremst werden. Fahrfehler werden hier zwischen den Betonmauern gnadenlos bestraft, was den Kurs zu einem der intensivsten und unberechenbarsten des Jahres macht. Bis zu sechsstellige Zuschauerzahlen über das Wochenende unterstreichen den Kultstatus dieses Rennens.
Vorschau: enger Titelkampf, Heimspiel für Wittmann
Die Ausgangslage zur Saisonhalbzeit ist denkbar spannend. An der Spitze der Gesamtwertung liegt Maro Engel vor Lucas Auer – beide haben sich mit starken Auftritten in Position gebracht. Das Lausitzring-Wochenende sorgte dann für Wirbel: Am Samstag erbte der erst 21-jährige Ben Dörr nach einer nachträglichen Zeitstrafe gegen den ursprünglichen Sieger seinen ersten DTM-Erfolg, am Sonntag triumphierte Matteo Cairoli im Ferrari. Solche Überraschungen zeigen, wie dicht das Feld in dieser Saison beieinanderliegt.
Besondere Brisanz bekommt der Norisring durch einen Lokalmatador: Marco Wittmann, gebürtiger Franke, geht als Tabellenvierter und mit der lautstarken Unterstützung der Heimtribünen in die beiden Läufe. 2018 feierte er hier seinen ersten Heimsieg und nannte ihn das „Rennen seines Lebens” – ein weiteres Kapitel würde die Geschichte perfekt fortschreiben.
Meine Einschätzung: Der Norisring ist die Wildcard-Strecke schlechthin. Die kurze Runde, die Mauern und die langen Geraden machen die Reifen- und Bremsenwahl zum entscheidenden Faktor – das öffnet die Tür für Außenseiter und überraschende Sieger, wie zuletzt am Lausitzring zu sehen war. Engel und Auer sind als Tabellenführende die logischen Favoriten, aber ich würde gerade Wittmann mit dem Heimvorteil nicht unterschätzen; auf diesem Kurs zählt Lokalkenntnis und Nervenstärke oft mehr als reine Pace. Erwartbar ist ein dichtes, körperbetontes Wochenende mit hoher Crash-Gefahr in der ersten Runde – und einem Titelkampf, der danach noch enger sein dürfte als vorher.
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