Jan Rademeister
| veröffentlicht am: 27.06.26
geprüft von Thoralf Müller | 3 Min. Lesezeit

John Deere Classic 2026 live: Welcher TV-Sender überträgt das PGA-Tour-Turnier?

John Deere Classic 2026 live: Welcher TV-Sender überträgt das PGA-Tour-Turnier?

Über das Independence-Day-Wochenende macht die PGA Tour Halt im Mittleren Westen: Beim John Deere Classic in Silvis, Illinois, jagen die Spieler auf einem der spielfreundlichsten Plätze der Tour tiefe Scores – und einen der letzten Startplätze für The Open. Doch wer das Turnier 2026 in Deutschland sehen will, muss umdenken: Die Golf-TV-Landschaft hat sich grundlegend verändert. Wir klären, welcher Sender überträgt, ob es Free-TV gibt und wie es in Österreich und der Schweiz aussieht.

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

Turnier John Deere Classic 2026 (PGA Tour)
Datum 2. – 5. Juli 2026 (Do–So)
Ort TPC Deere Run, Silvis, Illinois (USA)
Par / Länge Par 71 / ca. 7.290 Yards
Preisgeld ca. 8 Mio. US-Dollar
Titelverteidiger Brian Campbell
TV Deutschland MagentaTV (MS Golf 1 / MS Golf 2)
Free-TV Deutschland nein (einzelne Events ausgenommen)
Österreich CANAL+
Schweiz lokale Anbieter / Sky-Umfeld

Wer überträgt den John Deere Classic in Deutschland?

Die klare Antwort vorweg, und sie ist 2026 neu: Die PGA Tour läuft in Deutschland nicht mehr bei Sky, sondern bei MagentaTV. Seit Januar 2026 hält die Deutsche Telekom mit ihrer Plattform MagentaTV ein umfangreiches Rechtepaket, das die PGA Tour, die DP World Tour, die PGA Tour Champions und die Korn Ferry Tour umfasst. Der John Deere Classic gehört als reguläres PGA-Tour-Event genau in dieses Paket.

Für die Übertragungen hat MagentaTV zwei eigene lineare Kanäle gestartet: MS Golf 1 zeigt die Turniere in voller Länge, MS Golf 2 ergänzt um zusätzliche Feeds wie Featured Groups und Parallelübertragungen. Das Golf-Angebot ist in allen MagentaTV-Tarifen enthalten und steht auch MagentaSport-Abonnenten zur Verfügung.

Wichtig zur Einordnung: Ein klassisches, durchgehend frei empfangbares Free-TV-Angebot gibt es für den John Deere Classic nicht. MagentaTV hat zwar angekündigt, einzelne ausgewählte Turniere frei empfangbar anzubieten, um neue Zielgruppen zu gewinnen – ob dieses Event dazugehört, sollte aber direkt beim Anbieter geprüft werden.

Gibt es einen kostenlosen Livestream?

Einen garantiert kostenlosen Livestream des kompletten Turniers gibt es in Deutschland in der Regel nicht. Die Übertragung ist an ein MagentaTV- bzw. MagentaSport-Abo gebunden, über das die Spiele auch im Stream laufen.

Als kostenlose Ergänzung bleibt YouTube unverzichtbar: Die PGA Tour und die Veranstalter betreiben eigene Kanäle mit umfangreichen Highlight-Clips, Interviews und Hintergrundgeschichten. Das Live-Erlebnis bleibt aber dem Abo vorbehalten. Wer ohnehin MagentaTV nutzt, hat die Golf-Kanäle ohne Aufpreis dabei.

Wer kommentiert und moderiert?

MagentaTV setzt für sein Golf-Angebot auf ein neu formiertes Team unter Federführung des erfahrenen Kommentators Gregor Biernath. Zum Experten- und Reporterteam gehören unter anderem der frühere DP-World-Tour-Profi Bernd Ritthammer sowie die Brüder Steffen und Florian Zunker. Welcher Kommentator welche Runde begleitet, gibt der Sender meist kurzfristig bekannt – ein Blick ins Programm vor dem jeweiligen Tag lohnt sich.

Österreich und Schweiz: Läuft das Turnier im Free-TV?

In den Nachbarländern gilt eine eigene Senderlogik:

  • Österreich: Die PGA Tour läuft seit 2026 bei CANAL+, das einen eigenen 24-Stunden-Golfkanal betreibt und PGA Tour, DP World Tour sowie Ryder Cup und Presidents Cup zeigt. Ein frei empfangbares Angebot ist nicht der Standard.
  • Schweiz: Die Tour-Berichterstattung läuft über kostenpflichtige Anbieter; ein flächendeckendes Free-TV-Angebot für dieses Event gibt es nicht.

Wer überträgt im Heimatland der Stars?

In den USA als Gastgeberland teilen sich klassischerweise Networks wie CBS und Golf Channel (plus Streaming über ESPN+/Paramount+) die Übertragung. In den Heimatländern der internationalen Teilnehmer übernehmen jeweils lokale Sender und Streamingdienste.

Worum es sportlich geht

Der John Deere Classic ist berühmt für tiefe Scores: Der spielfreundliche Par-71-Kurs mit breiten Fairways, weichen Sommer-Greens und wenig Rough produziert verlässlich Birdie-Festivals – der Turnierrekord steht bei sagenhaften 28 unter Par. Topname im Feld ist der zweimalige Deere-Sieger Jordan Spieth, dazu kehren Titelverteidiger Brian Campbell und Routiniers wie J.T. Poston und Davis Thompson zurück. Spannend ist das Profi-Debüt von Nachwuchsstar Jackson Koivun. Für viele ist es zudem die letzte Standortbestimmung vor der Reise nach Europa zu The Open.