Frankreich hat seinen Kader für die Weltmeisterschaft 2026 bekannt gegeben – und wie erwartet steht Kylian Mbappé im Mittelpunkt. Der Superstar von Real Madrid führt die Équipe Tricolore als Kapitän an und soll Frankreich zum dritten WM-Titel der Geschichte führen. Nationaltrainer Didier Deschamps setzt dabei auf eine Mischung aus Weltklasse, Tempo und mehreren jungen Offensivtalenten. Auch zwei Spieler des FC Bayern München stehen im endgültigen Aufgebot.
Für Deschamps wird das Turnier gleichzeitig der Abschied von der Nationalmannschaft. Der Weltmeister-Coach von 2018 hatte bereits angekündigt, sein Amt nach der WM niederzulegen. Umso größer ist der Druck, noch einmal ein erfolgreiches Turnier zu spielen.
Die Stars: Mbappé, Dembélé und Olise
Angeführt wird Frankreich von Kylian Mbappé, der längst zu den größten Fußballstars der Welt gehört. Der Angreifer soll mit seiner Geschwindigkeit und Abschlussstärke erneut zum entscheidenden Faktor werden. Bereits bei den vergangenen Weltmeisterschaften prägte Mbappé das Turnier entscheidend – nun soll er Frankreich erneut bis ganz nach oben führen.
Neben Mbappé gehört auch Ousmane Dembélé zu den wichtigsten Offensivspielern. Der Ballon-d’Or-Gewinner spielte zuletzt eine überragende Saison und geht in absoluter Topform in die WM. Gemeinsam mit Mbappé bildet er eines der gefährlichsten Angriffsduos des Turniers.
Besonders spannend wird außerdem die Rolle von Michael Olise. Der Bayern-Profi schaffte endgültig den Durchbruch auf internationalem Niveau und zählt inzwischen zu den kreativsten Offensivspielern Europas. Seine Technik, Dynamik und Flexibilität machen ihn für Frankreich extrem wertvoll. Mit Dayot Upamecano steht ein weiterer Bayern-Spieler im Aufgebot und soll die Defensive stabilisieren.
Die Überraschung: Camavinga fehlt
Für die größte Überraschung sorgt allerdings ein Spieler, der nicht dabei ist: Eduardo Camavinga wurde von Didier Deschamps nicht nominiert. Der Mittelfeldspieler von Real Madrid galt lange als fester Bestandteil der Nationalmannschaft, blieb nach einer schwierigen Saison mit Verletzungen und wenig Spielzeit nun aber außen vor.
Deschamps erklärte, es gehe nicht nur um die individuell besten Spieler, sondern vor allem um Balance innerhalb des Teams. Deshalb fiel die Entscheidung gegen Camavinga – trotz seiner enormen Qualität.
Auch Randal Kolo Muani gehört überraschend nicht zum WM-Kader. Der ehemalige Frankfurt-Stürmer spielte zuletzt keine überzeugende Saison und verlor seinen Platz im Angriff.
Frankreich setzt auf junge Offensive
Auffällig ist die enorme Zahl an jungen Offensivspielern im Kader. Mit Désiré Doué, Rayan Cherki und Maghnes Akliouche nominierte Deschamps gleich mehrere Talente, die in den vergangenen Monaten auf sich aufmerksam machten. Besonders Cherki gilt als möglicher Unterschiedsspieler mit außergewöhnlicher Technik und Kreativität.
Im Mittelfeld setzt Frankreich dagegen auf eine Mischung aus Erfahrung und Dynamik. Spieler wie Aurélien Tchouaméni, Adrien Rabiot und N’Golo Kanté sollen für Stabilität sorgen, während Warren Zaïre-Emery als eines der größten Talente des europäischen Fußballs gilt.
Frankreich gehört auch 2026 zu den absoluten WM-Favoriten
Auch bei dieser Weltmeisterschaft zählt Frankreich wieder zum engsten Favoritenkreis. Die individuelle Qualität im Kader ist enorm, vor allem offensiv verfügt kaum ein Team über vergleichbare Klasse und Geschwindigkeit. Dazu kommt eine eingespielte Defensive um William Saliba, Ibrahima Konaté und Dayot Upamecano.
Die große Frage wird sein, ob Didier Deschamps seiner Mannschaft noch einmal die nötige Balance verleihen kann. Gelingt das, besitzt Frankreich alle Voraussetzungen für den nächsten WM-Triumph – angeführt von Superstar Kylian Mbappé.

