WM
Spanien
19.07.2026 21:00 Noch 3 Tage
Argentinien
Experten Tipp Beste Quote
Draw No Bet Spanien 1,48
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Natalia Schubert
Natalia Schubert - Fußballanalystin & Sportjournalistin | veröffentlicht am: 16.07.26
geprüft von Jens Kamprath | 5 Min. Lesezeit

Spanien vs. Argentinien: Prognose, Quoten & Wett-Tipp – WM-Finale 2026 (19.07.2026)

Ein Gegentor in sieben Spielen gegen neunzehn erzielte Treffer: Selten prallten in einem WM-Finale zwei so unterschiedliche Handschriften aufeinander. Spanien geht als Favorit in das Endspiel gegen Argentinien, unsere Prognose lautet auf einen knappen Erfolg der Furia Roja, der Experten-Tipp fällt entsprechend abgesichert aus.

Am Sonntagabend endet in New York eine mitreißende Weltmeisterschaft mit dem denkbar reizvollsten Duell. Europameister Spanien kann als erst zweite Nation nach der eigenen Generation von 2010 das Kunststück schaffen, dem kontinentalen Titel den WM-Pokal folgen zu lassen. Argentinien dagegen will die Krone von Katar verteidigen, angeführt von einem Lionel Messi, der auch mit 39 Jahren das Turnier prägt. Die Rollen sind klar verteilt, entschieden ist damit aber noch gar nichts.


WM-Finale 2026: Anpfiff, Spielort und Übertragung von Spanien – Argentinien

Termin und Stadion

Angepfiffen wird das Endspiel am Sonntag, 19.07.2026, um 21:00 Uhr deutscher Zeit (MESZ). Schauplatz ist das MetLife Stadium in East Rutherford im US-Bundesstaat New Jersey, das rund 82.500 Zuschauern Platz bietet und nur wenige Kilometer von Manhattan entfernt liegt. Da die Arena über kein verschließbares Dach verfügt, findet das Finale unter freiem Himmel statt.

Übertragung im Free-TV und Livestream

Ein kostenpflichtiges Abonnement ist für das Endspiel nicht nötig. Das ZDF zeigt die Partie frei empfangbar und bietet zusätzlich einen gratis Livestream in seiner Mediathek an. Wer das komplette Turnier abdecken möchte, findet das Spiel zudem beim Bezahlangebot MagentaTV, das alle 104 Begegnungen der Weltmeisterschaft überträgt.


Spaniens Turnierweg: Titelreif dank Abwehrbollwerk

SpanienKaum eine Statistik beschreibt Spaniens Weg ins Finale treffender als diese: In sieben Spielen ließ die Auswahl von Luis de la Fuente ganze ein Gegentor zu. Sechsmal blieb der Kasten von Unai Simón unberührt, einzig Belgien gelang im Viertelfinale beim 2:1 ein Treffer. Nach einem torlosen Remis gegen Kap Verde zum Auftakt drehte Spanien in der Gruppenphase auf und gewann 4:0 gegen Saudi-Arabien sowie 1:0 gegen Uruguay. In der K.-o.-Runde folgten Erfolge über Österreich (3:0), Portugal (1:0) und Belgien (2:1), ehe im Halbfinale ein glanzvolles 2:0 gegen Frankreich stand.

Besonders dieser Halbfinalsieg hinterließ Eindruck, weil Spanien den vor dem Turnier meistgenannten Titelkandidaten weitgehend kontrollierte. Mikel Oyarzabal traf vom Elfmeterpunkt, Pedro Porro sorgte für die Entscheidung. Auffällig ist die breite Verteilung der Tore: Spanien lebt nicht von einem einzelnen Knipser, sondern von einem Kollektiv, das über Ballbesitz und ständige Bewegung immer wieder Torschützen findet.

Diese Spanier prägten die WM 2026

Spieler Einsätze Tore Vorlagen Alter
Mikel Oyarzabal 7 5 1 29
Mikel Merino 7 2 0 30
Pedro Porro 5 2 0 26
Lamine Yamal 7 1 0 19
Dani Olmo 7 0 2 28
Marc Cucurella 7 0 2 27

Argentiniens Turnierweg: Nervenstärke und ein überragender Messi

ArgentinienArgentinien erreichte das Endspiel ebenfalls ohne Niederlage, allerdings auf einem weit dramatischeren Pfad. Neunzehn Turniertore stehen sieben Gegentreffern gegenüber, und mehrfach stand die Albiceleste dicht vor dem Aus. Gegen Kap Verde im Sechzehntelfinale (3:2 n.V.) und gegen die Schweiz im Viertelfinale (3:1 n.V.) rettete sich das Team von Lionel Scaloni erst in die Verlängerung. Im Halbfinale lag Argentinien gegen England mit 0:1 zurück und schlug erst in der Nachspielzeit zum 2:1 zurück.

Der Dreh- und Angelpunkt ist zweifellos Lionel Messi. Mit acht eigenen Toren und vier Vorlagen führt er nicht nur die Torjägerliste an, sondern war in jeder Drucksituation der entscheidende Faktor. Ergänzt wird er von Lautaro Martínez, Julián Álvarez und dem torgefährlichen Mittelfeldmann Enzo Fernández. Deutlich wurde jedoch auch eine Schwachstelle: Sobald Gegner geduldig und zweikampfstark verteidigten, tat sich Argentinien schwer und wurde hinten anfällig.

Diese Argentinier prägten die WM 2026

Spieler Einsätze Tore Vorlagen Alter
Lionel Messi 7 8 4 39
Lautaro Martínez 7 3 1 28
Enzo Fernández 6 2 0 25
Julián Álvarez 7 1 0 26
Alexis Mac Allister 7 1 1 27
Cristian Romero 6 1 0 28

Direkter Vergleich: kein Pflichtspiel-Duell zwischen beiden Nationen

Wer aussagekräftige Vergleichswerte sucht, wird enttäuscht. Spanien und Argentinien standen sich bei einer Weltmeisterschaft noch nie gegenüber, ihre letzten Aufeinandertreffen waren allesamt Freundschaftsspiele und liegen zudem lange zurück. Die entsprechende Bilanz ist mit drei Siegen für Spanien und zwei für Argentinien nahezu ausgeglichen, für ein Endspiel aber praktisch bedeutungslos. Als Grundlage der Prognose dient deshalb einzig die aktuelle Verfassung beider Mannschaften.

Datum Ergebnis Anlass
27.03.2018 Spanien 6:1 Argentinien Freundschaftsspiel
07.09.2010 Argentinien 4:1 Spanien Freundschaftsspiel
14.11.2009 Spanien 2:1 Argentinien Freundschaftsspiel
11.10.2006 Spanien 2:1 Argentinien Freundschaftsspiel
17.11.1999 Spanien 0:2 Argentinien Freundschaftsspiel

Formvergleich: zwei Teams ohne Makel

Rein nach Resultaten trennt beide Finalisten nichts, denn Spanien wie Argentinien gewannen ihre jeweils letzten fünf Begegnungen. Der Blick hinter die Zahlen zeigt jedoch zwei gegensätzliche Wege zum Erfolg. Spanien setzte sich meist ruhig und mit wenigen Gegentoren durch, Argentinien musste dagegen häufig lange zittern und kassierte selbst mehr Treffer. Dieser Gegensatz bestimmt die Ausgangslage vor dem Anpfiff.

Mannschaft Letzte 5 Spiele (neuestes zuerst)
Spanien S S S S S
Argentinien S S S S S

Voraussichtliche Aufstellungen: Spanien und Argentinien im Endspiel

Mögliche Startelf Spaniens

De la Fuente dürfte an seinem gewohnten 4-3-3 festhalten. Als wahrscheinliche Formation gilt: Simón – Porro, Cubarsí, Laporte, Cucurella – Rodri, Pedri, Fabián Ruiz – Lamine Yamal, Oyarzabal, Nico Williams. Eine offene Personalie betrifft den linken Flügel, da Nico Williams im Turnier nur wenig Spielzeit erhielt. Käme er nicht von Beginn an zum Einsatz, stünden mit Dani Olmo und Álex Baena zwei erfahrene Alternativen bereit. Gesicherte Sperren oder Verletzungen lassen sich aus den vorliegenden Daten nicht ableiten.

Mögliche Startelf Argentiniens

Auch Scaloni bevorzugt üblicherweise ein 4-3-3, in dessen Zentrum Messi die Fäden zieht. Naheliegend ist folgende Elf: E. Martínez – Molina, Romero, L. Martínez, Tagliafico – De Paul, Enzo Fernández, Mac Allister – Messi, Álvarez, Lautaro Martínez. Für mehr Absicherung im Mittelfeld böte sich Leandro Paredes an, in der Abwehr bleibt Nicolás Otamendi eine Möglichkeit. Bestätigte Ausfälle sind auch aufseiten der Albiceleste nicht dokumentiert.


Taktische Vorschau: Kontrolle gegen Kaltschnäuzigkeit

Die entscheidende Frage lautet, welches Team dem Finale seinen Stempel aufdrückt. Spanien wird versuchen, über Ballbesitz und geduldiges Kombinationsspiel die Kontrolle zu übernehmen und Argentinien in tiefe Zonen zu drängen. Bleibt Messi weit vom spanischen Tor entfernt, verliert die argentinische Offensive ihren wichtigsten Impulsgeber. Umgekehrt wartet die Albiceleste auf schnelle Umschaltmomente und darauf, aus einer einzigen Gelegenheit einen Treffer zu machen, ob durch Messis Klasse oder die Abschlussstärke von Lautaro Martínez und Julián Álvarez.

Den Ausschlag dürfte Spaniens defensive Geschlossenheit geben. Eine Elf, die in sieben Partien nur ein einziges Mal bezwungen wird, verteidigt im Kollektiv und lässt kaum klare Chancen zu. Genau an solchen kompakten Gegnern biss sich Argentinien im Turnierverlauf am ehesten die Zähne aus. Hinzu kommt das Umfeld im offenen MetLife Stadium, wo im Hochsommer warme und schwüle Bedingungen zu erwarten sind. Ein kräfteschonendes, kontrolliertes Ballbesitzspiel wird dadurch eher belohnt als ein offener Schlagabtausch. In der Summe deutet vieles auf ein enges, torarmes Finale mit leichten Vorteilen für Spanien hin.

Natalia Schubert - Fußballanalystin & Sportjournalistin |
Natalia Schubert 12+ Jahre Sportjournalismus, über 2.500 analysierte Spiele. Verbindet taktische Spielbeobachtung mit moderner Datenanalyse. Schwerpunkt Bundesliga und Champions League.