3. Liga
1. FC Schweinfurt
18.04.2026 14:00 Noch 4 Tage
Hansa Rostock
Experten Tipp Beste Quote
Über 3,0 Tore 1,70
Einsatz: 20€ – Gewinn: 34€ Jetzt Wetten
Jens Kamprath
| veröffentlicht am: 14.04.26
7 Min. Lesezeit

1. FC Schweinfurt – Hansa Rostock | Tipp, Prognose & Quoten 18.04.2026

Am 34. Spieltag der 3. Liga treffen mit dem 1. FC Schweinfurt 05 und Hansa Rostock zwei Mannschaften aufeinander, deren Saisonverlauf kaum unterschiedlicher hätte sein können. Schweinfurt steht mit 18 Punkten nach 33 Spielen am Tabellenende, hat bereits 77 Gegentore kassiert und kämpft Woche für Woche vor allem darum, die Liga nicht völlig punktlos ausklingen zu lassen. Hansa Rostock reist dagegen als Tabellenfünfter mit 59 Punkten an und befindet sich mitten im engen Rennen um die Aufstiegsplätze. Die Rostocker haben in den vergangenen Wochen mehrfach gezeigt, dass sie im Saisonendspurt noch einmal zulegen können, während Schweinfurt zwar vereinzelt Lebenszeichen sendet, insgesamt aber zu oft die defensive Stabilität vermissen lässt. Genau daraus ergibt sich vor diesem Duell eine ziemlich klare Rollenverteilung, auch wenn Heimspiele gegen tief stehende Gegner gerade in dieser Phase der Saison nie automatisch gewonnen werden.

Schweinfurt geht dennoch nicht komplett chancenlos in diese Partie. Die Mannschaft hat zuhause zuletzt immerhin gegen Stuttgart II gewonnen und gegen Saarbrücken sowie Ingolstadt gepunktet. Außerdem zeigte das 1:1 bei Hoffenheim II, dass das Team durchaus in der Lage ist, sich in enge Spiele hineinzubeißen. Hansa Rostock wiederum bringt die deutlich bessere Form, mehr individuelle Qualität und den klareren Plan mit. Vier Siege aus den letzten fünf Ligaspielen sprechen eine klare Sprache, zumal darunter überzeugende Ergebnisse wie das 5:1 gegen Ulm, das 5:1 gegen Duisburg und das 2:1 in Verl waren. Wenn die Kogge ihren Rhythmus findet, muss Schweinfurt schon einen nahezu perfekten Tag erwischen, um etwas Zählbares im Willy-Sachs-Stadion zu behalten. Für Wettfreunde liegt der Fokus deshalb vor allem auf der Frage, wie souverän Rostock die Favoritenrolle ausfüllt und ob Schweinfurt selbst zu einem Treffer kommt.

Ausgangslage mit klarer Rollenverteilung und großem Druck auf beiden Seiten

Für Schweinfurt ist die Lage in der Tabelle brutal. Das Team steht mit nur 5 Siegen aus 33 Spielen auf dem letzten Platz und weist mit minus 46 die schwächste Tordifferenz der Liga auf. 31 erzielte Treffer sind zu wenig, 77 Gegentore deutlich zu viel. Trotzdem ist die Mannschaft nicht völlig auseinandergebrochen. Gerade in Heimspielen gelingt es immer wieder, über Einsatz, Laufbereitschaft und eine gewisse Unbekümmertheit Phasen zu erzeugen, in denen der Gegner nicht sofort zu seinem Spiel findet. Die jüngeren Resultate gegen Stuttgart II, Saarbrücken und Ingolstadt zeigen, dass Schweinfurt nicht jede Partie kampflos abschenkt. Das Problem bleibt allerdings die Konstanz. Sobald der Gegner Tempo aufnimmt und seine Chancen sauber ausspielt, gerät Schweinfurt häufig früh unter Druck und verliert dann die Ordnung.

Hansa Rostock steht dagegen in einer ganz anderen Phase der Saison. Mit 59 Punkten ist der Rückstand nach ganz oben nicht unüberwindbar, gleichzeitig ist der Konkurrenzkampf enorm eng. Jeder Ausrutscher kann in diesem Bereich der Tabelle mehrere Plätze kosten. Genau deshalb ist das Gastspiel beim Schlusslicht ein Pflichttermin, den Rostock seriös abarbeiten muss. Die Mannschaft hat in den letzten Wochen gezeigt, dass sie in guter Form ist. Vier Siege aus den letzten fünf Ligaspielen sind eine starke Bilanz, dazu kommen 15 Tore in diesem Zeitraum. Offensiv wirkt Hansa aktuell durchschlagskräftig, im Umschalten gefährlich und bei Standards unangenehm. Das sind keine schlechten Voraussetzungen für ein Auswärtsspiel gegen den Tabellenletzten.

Was Schweinfurt Hoffnung geben kann, ist die Heimkulisse und die Tatsache, dass Rostock auswärts nicht ausschließlich im Verwaltungsmodus auftritt. Die Kogge spielt oft recht direkt, geht auf zweite Bälle und sucht zügig den Abschluss. Das kann einem Außenseiter Möglichkeiten eröffnen, wenn er selbst nach Ballgewinn schnell nach vorne stößt. Gleichzeitig ist genau diese Offenheit auch ein Risiko für Schweinfurt, weil Rostock momentan in vielen Spielen früh Torgefahr entwickelt. Fällt das erste Gegentor, droht dem Heimteam eine lange und schwierige Partie. Darin liegt auch der entscheidende Unterschied beider Ausgangslagen: Schweinfurt braucht fast den perfekten Spielverlauf, Hansa reicht oft schon ein kontrollierter Auftritt.

Hinzu kommt der psychologische Faktor. Während Rostock nach dem 5:1 gegen Ulm mit einem klaren positiven Gefühl anreist, muss Schweinfurt nach nur einem Punkt aus den Spielen gegen Hoffenheim II, Essen und Osnabrück erneut beweisen, dass es mental stabil genug ist, gegen ein Spitzenteam über 90 Minuten mitzuhalten. Die Gäste haben aktuell mehr Selbstverständnis, mehr Qualität im letzten Drittel und insgesamt die bessere Struktur. Auf dieser Basis ist es nur logisch, dass die Favoritenrolle klar auf Seiten der Rostocker liegt.

Direkter Vergleich (Head-to-Head): 1. FC Schweinfurt 05 vs. Hansa Rostock

Der direkte Vergleich ist überschaubar, liefert aber ein klares Signal.

Datum Ergebnis Wettbewerb
22.11.2025 Hansa Rostock 2:0 1. FC Schweinfurt 05 3. Liga
10.08.1996 1. FC Schweinfurt 05 2:5 Hansa Rostock DFB-Pokal

Das Hinspiel der laufenden Saison ging mit 2:0 an Hansa Rostock. Schon damals zeigte sich, dass die Rostocker das bessere Gesamtpaket aus Stabilität, Präsenz und Effizienz mitbringen. Schweinfurt hielt phasenweise dagegen, konnte die Partie aber nicht dauerhaft offen halten. Auch der ältere Pokalvergleich passt in dieses Bild, weil er ebenfalls Tore und Vorteile auf Seiten der Norddeutschen zeigt. Für die aktuelle Prognose ist vor allem wichtig, dass Schweinfurt gegen Hansa bislang noch keinen Pflichtspielsieg vorweisen kann. Diese kleine Historie ist kein alleiniger Schlüssel, unterstreicht aber, dass Rostock dem Gegner stilistisch nicht besonders liegt.

Formkurve: 1. FC Schweinfurt 05 mit kleinen Lebenszeichen, aber weiter großen Problemen

Die letzten fünf Ligaspiele des Tabellenletzten zeigen, warum die Aufgabe gegen Hansa so schwer wird.

Spieltag Ergebnis Gegner Spielort
33 1:1 TSG 1899 Hoffenheim II Auswärts
32 1:3 Rot-Weiss Essen Heim
31 0:4 VfL Osnabrück Auswärts
30 3:1 VfB Stuttgart II Heim
29 0:4 SC Verl Auswärts

Ein Sieg, ein Unentschieden und drei Niederlagen sind keine verheerende, aber eben auch keine tragfähige Bilanz für einen Tabellenletzten. Auffällig ist vor allem die Extreme in den Resultaten. Schweinfurt kann zuhause unangenehme Spiele liefern und mit drei eigenen Toren wie gegen Stuttgart II überraschen. Gleichzeitig kassiert das Team gegen stärkere oder druckvoll auftretende Gegner schnell hohe Niederlagen. Das 0:4 in Osnabrück und das 0:4 in Verl sind dafür klare Beispiele. Selbst beim 1:3 gegen Essen war zu sehen, dass Schweinfurt mit höherem Druck im letzten Drittel große Probleme bekommt.

Positiv aus Sicht der Hausherren ist immerhin, dass zuletzt in Hoffenheim gepunktet wurde und dass zuhause mehrere Spiele nicht komplett aus dem Ruder liefen. Die Mannschaft trifft im Willy-Sachs-Stadion deutlich verlässlicher als auswärts und kann dort über Intensität und Emotionen mehr Widerstand leisten. Dennoch bleibt die Grundproblematik bestehen: Schweinfurt kassiert zu viele Gegentore, verteidigt nicht konstant genug und muss fast immer mehr investieren als der Gegner, um überhaupt in Schlagdistanz zu bleiben. Gegen ein formstarkes Rostock reicht ein engagierter Auftritt allein vermutlich nicht aus.

Formkurve: Hansa Rostock mit Wucht im Aufstiegskampf

Die Rostocker gehen mit einem klaren Formvorteil in dieses Auswärtsspiel.

Spieltag Ergebnis Gegner Spielort
33 5:1 SSV Ulm 1846 Heim
32 2:1 SC Verl Auswärts
31 2:3 Viktoria Köln Heim
30 1:0 SV Wehen Wiesbaden Auswärts
29 5:1 MSV Duisburg Heim

Vier Siege aus den letzten fünf Ligaspielen sind die Bilanz eines Teams, das im Saisonfinish noch einmal spürbar Tempo aufgenommen hat. Besonders beeindruckend ist die Mischung der Ergebnisse. Rostock kann enge Partien wie das 1:0 in Wiesbaden und das 2:1 in Verl ebenso gewinnen wie offene, torreiche Spiele. Das 5:1 gegen Duisburg und das 5:1 gegen Ulm zeigen, welche Wucht diese Mannschaft entwickeln kann, wenn sie einmal in Führung geht und im letzten Drittel ins Rollen kommt. Genau das macht Hansa für Schweinfurt so gefährlich.

Trotzdem ist Rostock nicht völlig unangreifbar. Die 2:3 Niederlage gegen Viktoria Köln hat gezeigt, dass die Defensive nicht immer unfehlbar ist, wenn der Gegner mutig nachrückt. Auch deshalb ist die Frage nach einem Schweinfurter Treffer nicht völlig aus der Luft gegriffen. Insgesamt bleibt das Bild aber eindeutig. Hansa hat derzeit deutlich mehr Qualität in den Abläufen, mehr Selbstvertrauen und mehr offensive Lösungen. Die Mannschaft geht mit dem klaren Ziel in dieses Spiel, drei Punkte mitzunehmen und im Aufstiegsrennen keine Schwäche zu zeigen. Alles andere wäre nach den jüngsten Resultaten ein echter Rückschlag.

Wettquoten mit klarer Tendenz auf die Gäste

Die Quoten sprechen deutlich für Hansa Rostock und lassen nur wenig Interpretationsspielraum.

  • Heimsieg 1. FC Schweinfurt 05: 6,00 bis 6,37
  • Unentschieden: 4,70 bis 4,80
  • Auswärtssieg Hansa Rostock: 1,37 bis 1,44
  • Über 3,0 Tore: 1,70
  • Unter 3,0 Tore: 2,08
  • Beide Teams treffen Ja: 1,62
  • Beide Teams treffen Nein: 2,18
  • Handicap Hansa Rostock -1,5: 2,03
  • Doppelte Chance X2: 1,11

Der Markt sieht die Gäste als klaren Favoriten, und das passt zur Tabellenlage wie auch zur Form. Die Quote auf den Rostocker Sieg ist entsprechend niedrig, aber noch spielbar, wenn man auf Sicherheit setzt. Spannender werden die Märkte bei Toren und Handicap. Schweinfurt steht defensiv zu offen, Rostock ist offensiv zu gut in Form, um das Torbild zu ignorieren. Deshalb wirkt Über 3,0 Tore attraktiv. Auch ein Rostocker Sieg mit mindestens zwei Treffern Vorsprung ist keineswegs fernliegend, weil Schweinfurt gegen Spitzenmannschaften mehrfach deutlich verlor. Wer konservativer denkt, findet in der einfachen Zwei oder der doppelten Chance auf die Gäste die solidere Variante.

Übertragung & Livestreams

Anstoß im Willy-Sachs-Stadion ist am Samstag, 18.04.2026, um 14:00 Uhr. Für die Liveverfolgung ist OneFootball als Streaming-Option aufgeführt. Im Audiobereich steht das Hansa Fanradio zur Verfügung. Damit ist die Partie vor allem digital gut erreichbar, was für ein Spiel dieser Kategorie im 3. Liga Samstag durchaus typisch ist.

Jens Kamprath
Jens Kamprath Jens Kamprath ist studierter Volkswirt mit Schwerpunkt Statistik & Sportökonomie und arbeitet seit über zehn Jahren als Wettanalyst und Fußball-Redakteur. Nach Stationen als Datenanalyst bei einem europäischen Wettanbieter und Content-Leiter eines großen Sportportals gilt er heute als Spezialist für datengetriebene Fußballwetten, Value Bets und Live-Wetten. Bei seinen Analysen verbindet er moderne Metriken wie xG, Pressing-Intensität und Shot Quality mit einem klaren Fokus auf verantwortungsvolles Wetten und transparente Quote-Bewertung.