| veröffentlicht am: 06.05.26
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WM 2026: Gibt es Public Viewing und Live-TV in Kneipen?

WM 2026: Gibt es Public Viewing und Live-TV in Kneipen?

Gute Nachrichten für Fußballfans und Gastronomen: Bei der WM 2026 sollen alle Spiele in Kneipen, Bars und bei Public-Viewing-Events deutlich unkomplizierter gezeigt werden können als bei früheren Turnieren. Möglich macht das eine neue Regelung rund um die TV-Rechte, die vor allem von der Deutschen Telekom als Rechteinhaber vorangetrieben wird.

Damit wird der Weg frei für ein flächendeckendes Fußballerlebnis in Deutschland – auch außerhalb der eigenen vier Wände.

Telekom öffnet die Tür für Public Viewing

Hintergrund der neuen Situation ist die Rechtevergabe für die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko. Die Telekom hält die vollständigen Übertragungsrechte an allen 104 Spielen des Turniers und zeigt diese über MagentaTV. Gleichzeitig wurde jedoch eine umfassende Lösung für Gastronomie und öffentliche Übertragungen gefunden.

Durch eine Kooperation mit Sky wird es möglich, dass Restaurants, Bars und Kneipen die Spiele ohne zusätzliche TV-Mehrkosten zeigen können – über bestehende technische Systeme und bereits installierte Receiver.

Auch größere Public-Viewing-Veranstaltungen sollen damit einfacher umsetzbar sein, da die technische und rechtliche Grundlage zentral organisiert wird.

Alle 104 Spiele auch in der Gastronomie verfügbar

Ein zentraler Punkt der neuen Regelung: In der Gastronomie können sämtliche WM-Spiele gezeigt werden – nicht nur ausgewählte Partien.

Das bedeutet:

  • Alle 104 Spiele der WM 2026 sind in Kneipen und Bars verfügbar
  • Übertragung erfolgt über die linearen WM-Kanäle von MagentaTV
  • Nutzung erfolgt über bestehende Sky-Infrastruktur ohne zusätzliche Kosten für viele Betriebe

Für viele Gastronomen ist das ein entscheidender Faktor, denn so entfällt ein großer Teil der sonst üblichen Lizenzhürden und Zusatzgebühren.

Public Viewing: weniger Bürokratie, klare Regeln

Auch für klassische Public-Viewing-Events im öffentlichen Raum gibt es Erleichterungen. Zwar bleiben bestimmte Lizenz- und Organisationspflichten bestehen, doch die Grundstruktur wurde vereinheitlicht.

Wichtig bleibt:

  • Live-Signal muss durchgehend und unverändert gezeigt werden
  • Veranstaltungen benötigen weiterhin eine entsprechende Lizenz
  • Es gelten feste Regeln für kommerzielle Events und Werbung

Trotz dieser Vorgaben wird der Zugang zur Übertragung deutlich einfacher als bei früheren Turnieren, da die Rechte zentral gebündelt und technisch besser verteilt werden.

ARD und ZDF bleiben trotzdem im Spiel

Auch wenn MagentaTV und die Telekom die Hauptrechte halten, bleibt das Free-TV ein wichtiger Bestandteil der WM 2026.

ARD und ZDF haben sich Sublizenzen gesichert und zeigen insgesamt 60 Spiele frei empfangbar – darunter alle Spiele mit deutscher Beteiligung sowie das Eröffnungsspiel, Halbfinals und Finale.

Für Kneipen und Public Viewing bedeutet das: Je nach Spiel kann auch klassisches Free-TV genutzt werden, was die Organisation zusätzlich erleichtert.

Mehr Fußball für die Öffentlichkeit – aber nicht ohne Struktur

Die neue Regelung ist ein Kompromiss zwischen kommerziellen Interessen und Fanzugang. Einerseits sichert sich die Telekom die vollständige Kontrolle über die Übertragung. Andererseits wird der Zugang für die Öffentlichkeit bewusst geöffnet, um die WM als Massenereignis zu erhalten.

Gerade für Gastronomen ist das ein wichtiger Schritt: Fußball bleibt ein Publikumsmagnet, der wirtschaftlich genutzt werden kann – ohne komplizierte Einzelverhandlungen für jedes Spiel.

WM 2026 wird wieder ein echtes Kneipen- und Public-Viewing-Turnier

Die WM 2026 wird nicht nur im Fernsehen oder im Streaming ein Großereignis, sondern auch in der Öffentlichkeit präsent sein wie selten zuvor. Dank der neuen Rechte- und Kooperationsstruktur können Fans nahezu alle Spiele unkompliziert in Bars, Kneipen und auf Fanmeilen verfolgen.

Damit entsteht genau das, was viele sich wünschen: ein Turnier, das wieder gemeinsam erlebt wird – laut, voll und mitten im öffentlichen Leben.