Am Freitag, dem 24. Juli 2026, spielt Tamara Korpatsch um den Einzug ins Halbfinale ihres Heimturniers. Um 17:00 Uhr trifft die Hamburgerin auf dem Center Court am Rothenbaum auf die an Position zwei gesetzte Ukrainerin Anhelina Kalinina. Es ist das erste Duell beider Spielerinnen – und für Korpatsch das zweite Viertelfinale in Hamburg nach 2024. Die Quoten sprechen klar für die Favoritin, doch der Heimvorteil ist in diesem Fall mehr als eine Floskel.
Ausgangssituation
Tamara Korpatsch ist in Hamburg zu Hause – im Wortsinn. Die 31-Jährige wurde in der Hansestadt geboren, lebt dort und wird von ihrem Vater Thomas trainiert. Am Rothenbaum kennt sie jeden Winkel.
Ins Viertelfinale kam sie über zwei Dreisatzmatches: Zunächst gegen Victoria Jiménez Kasintseva mit 4:6, 7:5 und Aufgabe der Gegnerin im dritten Satz, dann im deutschen Duell gegen Julia Stusek mit 6:0, 3:6, 6:3 nach gut zwei Stunden.
Ihr eigenes Urteil zum Stusek-Match: „Der erste Satz war herausragend, da habe ich vielleicht mein bestes Tennis gespielt.” Und zur Rolle als Gastgeberin: „Zuhause ein Viertelfinale zu spielen, ist fantastisch. Ich spiele hier nicht mit so viel Druck und kann es wirklich genießen.”
Anhelina Kalinina ist die klare Favoritin. Die Ukrainerin ist an Position zwei gesetzt und hat eine herausragende Sandplatzsaison hinter sich – 32 Siege bei nur acht Niederlagen auf diesem Belag in 2026, insgesamt 38-15. Im März gewann sie das WTA-125-Turnier in Antalya, ebenfalls auf Sand.
Ein Detail, das der Statistik entgeht: Kalinina spielt zum ersten Mal überhaupt in Hamburg. Die Anlage, das Publikum, die Bedingungen – alles neu.
Aktuelle Form Tamara Korpatsch

Korpatsch steht auf Rang 81 der Weltrangliste und hat mit dem Viertelfinaleinzug ihr bestes Hamburg-Ergebnis seit 2024 wiederholt.
Ihre Zahlen aus dem Stusek-Match sind aufschlussreich – im Positiven wie im Negativen:
| Statistik | Wert |
|---|---|
| Punkte gesamt | 88 (gegen 67) |
| Winner | 31 |
| Asse | 0 |
| Doppelfehler | 3 |
| Erster Aufschlag im Feld | 68 % |
| Punkte hinter dem ersten Aufschlag | 62 % |
| Aufschlagverluste | 5 |
| Abgewehrte Breakbälle | 5 |
31 Winner bei null Assen – das beschreibt ihr Spiel treffend: aggressiv von der Grundlinie, aber ohne Waffe beim Aufschlag. Fünf verlorene Aufschlagspiele in einem Match sind gegen eine Spielerin von Kalininas Kaliber ein Warnsignal.
| Datum | Turnier | Runde | Gegnerin | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| 22.07.2026 | Hamburg | Achtelfinale | Julia Stusek | 6:0, 3:6, 6:3 |
| 20.07.2026 | Hamburg | 1. Runde | V. Jiménez Kasintseva | 4:6, 7:5, Aufgabe |
| 2026 | French Open | 3. Runde | – | bestes Major-Ergebnis |
| 2026 | Catalonia Open | – | Daria Kasatkina | Niederlage in drei Sätzen |
| 2024 | Hamburg | Viertelfinale | – | letztes Hamburg-VF |
Weitere Einzelergebnisse der Vorwochen sind vor Veröffentlichung über Sofascore oder Flashscore zu ergänzen.
Aktuelle Form Anhelina Kalinina

Kalinina ist die formstärkere Spielerin – und auf Sand eine andere Kategorie.
32:8 auf Sand in dieser Saison ist ein Wert, der für sich spricht. Die Gesamtbilanz von 38-15 zeigt zugleich, dass ein Großteil ihrer Erfolge auf diesem Belag zustande kam. Der Titel beim WTA-125-Turnier in Antalya im März unterstreicht das.
Die offene Frage ist die Umstellung: Der Rothenbaum ist für sie Neuland. Wie schnell sie sich auf einen langsamen Sandplatz mit norddeutschen Bedingungen einstellt – und auf ein Publikum, das geschlossen für die Gegnerin sein wird –, lässt sich nicht aus der Statistik ablesen.
| Datum | Turnier | Runde | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Juli 2026 | Hamburg | Achtelfinale | Sieg |
| März 2026 | Antalya (WTA 125) | Finale | Titel |
| 2026 | Sandplatzsaison | – | 32-8 |
| 2026 | Saison gesamt | – | 38-15 |
| – | Hamburg | – | erste Teilnahme |
Die konkreten Einzelergebnisse sind vor Veröffentlichung über Sofascore oder Flashscore zu ergänzen.
Head-to-Head-Vergleich
Der direkte Vergleich liefert keine Anhaltspunkte: Es ist das erste Aufeinandertreffen beider Spielerinnen auf Tour-Ebene.
Damit zählen ausschließlich Form, Belag und Kontext. Und die sprechen deutlich für Kalinina: bessere Weltranglistenposition, Setzung an Position zwei, überragende Sandplatzbilanz.
Favoriten-Auswertung: Anhelina Kalinina ist klare Favoritin. Korpatsch hat mit dem Heimvorteil und der Platzkenntnis zwei Faktoren auf ihrer Seite, die kein Ranking abbildet – gegen eine Spielerin, die den Rothenbaum zum ersten Mal betritt.
Quoten
| Markt | Quote (ca.) |
|---|---|
| Sieg Kalinina | 1,50 |
| Sieg Korpatsch | 2,58 |
| Satz-Handicap Kalinina (-1,5) | – |
| Korpatsch gewinnt einen Satz | – |
| Über 21,5 Spiele | – |
Die Werte stammen von Tennis Tonic (Eröffnungsquoten). Für die übrigen Märkte lagen keine belastbaren Werte vor.
Quoten-Stand: 23.07.2026. Wettquoten unterliegen ständigen Schwankungen – bitte vor Wettabgabe beim jeweiligen Anbieter prüfen.
Wett-Tipp Korpatsch gegen Kalinina (24.07.2026)
Die Siegwette auf Kalinina bei 1,50 ist nachvollziehbar, aber wenig lukrativ. Interessanter ist die Frage, wie eng das Match wird.
Unser Tipp: Korpatsch gewinnt einen Satz.
Die Begründung stützt sich auf drei Punkte. Erstens der Heimvorteil: Korpatsch spielt vor eigenem Publikum auf einer Anlage, die sie in- und auswendig kennt – Kalinina ist zum ersten Mal hier. Zweitens die Spielweise: 31 Winner gegen Stusek zeigen, dass Korpatsch aggressiv agiert und Sätze an sich reißen kann, wenn sie ihren Rhythmus findet. Drittens die eigene Aussage der Hamburgerin, sie spiele zu Hause „nicht mit so viel Druck” – eine mentale Ausgangslage, die für einen starken Satz spricht.
Für Favoritenspieler: Sieg Kalinina bei 1,50. Die Sandplatzbilanz von 32:8 ist das stärkste Argument des Abends. Wer der Form vertraut, findet hier den soliden Ansatz – wenn auch ohne großen Gegenwert.
Für Mutige: Sieg Korpatsch bei 2,58. Für eine Spielerin, die zu Hause spielt und gegen eine Rothenbaum-Debütantin antritt, ist der Kurs bemerkenswert hoch. Wer den Heimvorteil höher gewichtet als die Statistik, findet hier Value.
Prognose: Wir sehen Kalinina vorne, aber nicht ohne Gegenwehr. Geschätzte Siegwahrscheinlichkeit rund 63 Prozent. Ein Dreisatzmatch erscheint wahrscheinlicher als ein glatter Ausgang – Korpatsch hat in beiden bisherigen Runden über die volle Distanz gespielt und wird das auch hier versuchen.
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