Während in Hamburg-Horn das Deutsche Derby den nationalen Galoppsport krönt, läuft auch international die Sommersaison auf Hochtouren. Zwischen dem 4. und 11. Juli 2026 stehen in Großbritannien und Frankreich gleich mehrere Gruppe-I- und Gruppe-II-Klassiker auf dem Programm – vom „Duell der Generationen” in Sandown über einen französischen Steher-Klassiker bis zum wichtigsten Sprint-Highlight Europas in Newmarket. Hier bekommst du die kompakte Übersicht über die internationalen Top-Rennen der Woche mit allen wichtigen Fakten und Einordnungen.
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Samstag, 4. Juli: Coral-Eclipse (Sandown, Gruppe I)
Das internationale Highlight des Wochenendes ist der Coral-Eclipse in Sandown Park bei London. Über 1 Meile 2 Furlongs (rund 2.000 Meter) treffen ab 15:35 Uhr Ortszeit (16:35 Uhr MESZ) die besten Dreijährigen auf die etablierten älteren Cracks – der erste große „Clash of the Generations” der britischen Saison auf Gruppe-I-Niveau. Bei rund einer Million Pfund Gesamtpreisgeld dominiert die Übermacht von Trainer Aidan O’Brien, der allein vier der neun Starter stellt und seinen zehnten Eclipse-Sieg (den vierten in Folge) jagt.
Klarer Favorit ist der von O’Brien trainierte Prix-du-Jockey-Club-Sieger Constitution River zur Quote um 1,80. Beste Value-Alternative ist der Vierjährige Gethin (~3,75), der über diese Strecke zuletzt nur knapp unterlag. Ein Detail mit Bezug zum Deutschen Derby: O’Briens Hawk Mountain war zwischenzeitlich für Hamburg nachgenannt, wurde dort aber herausgenommen – ein möglicher Sandown-Start rückte damit wieder ins Bild. Zu diesem Rennen gibt es eine ausführliche Einzel-Analyse mit Wett-Tipp.
Samstag, 4. Juli: Lancashire Oaks (Haydock, Gruppe II)
Am selben Tag läuft in Haydock Park die Lancashire Oaks, ein traditionsreiches Gruppe-II-Rennen für Stuten ab drei Jahren über rund 1 Meile 3½ Furlongs (ca. 2.800 Meter), dotiert mit etwa 71.000 Pfund für die Siegerin. Das seit 1939 ausgetragene Rennen hat eine beachtliche Siegerliste – zu den prominentesten Namen zählt Alpinista, die im Folgejahr den Prix de l’Arc de Triomphe gewann. Die Siegerin nimmt anschließend häufig die Yorkshire Oaks in York (August) ins Visier. Auf demselben Renntag steht mit dem Old Newton Cup ein hochklassiges Handicap auf dem Programm, das oft einen preiswerten Sieger hervorbringt.
Sonntag, 5. Juli: Grand Prix de Saint-Cloud (Frankreich, Gruppe I)
Einen Tag später wandert der Blick nach Frankreich: In Saint-Cloud bei Paris steigt der Grand Prix de Saint-Cloud, ein Gruppe-I-Klassiker über 2.400 Meter für Pferde ab drei Jahren. Das Rennen zählt zu den bedeutendsten französischen Sommer-Prüfungen über die klassische Steher-Distanz und ist traditionell ein Gradmesser für die besten Mittel- und Langstreckler Kontinentaleuropas mit Blick auf die Herbst-Höhepunkte wie den Prix de l’Arc de Triomphe. Die konkrete Starterliste und die Favoriten stehen bei einem solchen Gruppe-I-Rennen erst wenige Tage vorher final fest.
9.–11. Juli: Newmarket July Festival mit July Cup (Gruppe I)
Zum Abschluss der Woche beginnt in Newmarket das dreitägige July Festival (Donnerstag bis Samstag). Das Herzstück ist der July Cup – einer der wichtigsten und renommiertesten Sprint-Klassiker Europas über 6 Furlongs (rund 1.200 Meter). Hier versammeln sich die schnellsten Pferde des Kontinents, und der Sieger zählt regelmäßig zu den besten Sprintern der Saison. Ebenfalls Teil des Festivals sind die Falmouth Stakes (Gruppe I, für Stuten) sowie der traditionsreiche Bunbury Cup. Parallel läuft am 11. Juli in York der John Smith’s Cup, eines der populärsten und wettintensivsten Handicaps des britischen Sommers.
Einordnung für Wettfans
Die Woche bietet für internationale Wettfans eine seltene Dichte an Spitzensport: Mit dem Coral-Eclipse und dem Grand Prix de Saint-Cloud stehen zwei Gruppe-I-Klassiker über die Mittel- und Steher-Distanz an einem einzigen Wochenende an, ergänzt um die Gruppe-II-Stutenprüfung Lancashire Oaks. Der July Cup krönt die Woche dann mit dem Sprint-Highlight. Wer über den deutschen Galoppsport hinausblickt, findet in diesen Tagen also reichlich hochklassige Gelegenheiten – vom klaren Favoritensieg bis zur offenen Value-Wette.
Ein genereller Hinweis zu Galopp-Wetten: Starterfelder und Quoten stehen bei den meisten dieser Rennen erst ein bis zwei Tage vor dem jeweiligen Renntag final fest, da sich Felder durch Nichtstarter und Aufstellungsentscheidungen der großen Ställe (insbesondere bei mehreren Kandidaten desselben Trainers) noch verschieben. Vor jeder Wettabgabe lohnt daher der Blick auf die tagesaktuelle Starterangabe und die aktuellen Kurse.
Häufige Fragen zu den internationalen Juli-Rennen (FAQ)
Welches ist das größte internationale Galopprennen dieser Woche? Der Coral-Eclipse in Sandown (Samstag, 4. Juli, Gruppe I) ist das prominenteste Rennen – ein Klassiker über 2.000 Meter mit rund einer Million Pfund Preisgeld, in dem Dreijährige gegen ältere Pferde antreten.
Gibt es auch in Frankreich ein Top-Rennen? Ja, am Sonntag, dem 5. Juli, läuft in Saint-Cloud bei Paris der Grand Prix de Saint-Cloud, ein Gruppe-I-Klassiker über 2.400 Meter.
Wann ist der July Cup 2026? Der July Cup ist Teil des Newmarket July Festivals (9.–11. Juli) und wird am Samstag, dem 11. Juli, gelaufen – der wichtigste Sprint-Klassiker Europas über rund 1.200 Meter.
Warum stehen die Starterfelder oft erst kurzfristig fest? Im Galoppsport entscheiden die Ställe die endgültige Aufstellung meist erst ein bis zwei Tage vorher, abhängig von Bodenverhältnissen, Form und – bei Ställen mit mehreren Kandidaten – taktischen Erwägungen. Nichtstarter sind bis zum Renntag möglich.
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