Jan Rademeister
| veröffentlicht am: 12.09.26
geprüft von Thoralf Müller | 6 Min. Lesezeit

Formel 1 Madrid 2026: Zeitplan, Startzeit, Qualifying und Übertragung

Formel 1 Madrid 2026: Zeitplan, Startzeit, Qualifying und Übertragung

Die Formel 1 feiert an diesem Wochenende eine Premiere: Zum ersten Mal wird auf dem neuen Madring in Madrid gefahren. Der Große Preis von Spanien steigt am Sonntag, den 13. September 2026, und beginnt um 15:00 Uhr deutscher Zeit.

Bereits am Samstag wird es ernst. Das Qualifying für die erste Startaufstellung in der Geschichte des Madring beginnt um 16:00 Uhr. Sowohl Qualifying als auch Rennen können deutsche Zuschauer diesmal sogar kostenlos bei RTL im Free-TV verfolgen.

Sportlich steht vor allem Kimi Antonelli im Mittelpunkt. Der Mercedes-Pilot kommt als Monza-Sieger und WM-Führender nach Madrid. Teamkollege George Russell, Lando Norris und die beiden Ferrari-Piloten wollen die Premiere auf dem völlig neuen Kurs allerdings nutzen, um die Kräfteverhältnisse neu zu sortieren.

Formel 1 Madrid 2026: Zeitplan und Startzeiten

Der Spanien-GP wird als klassisches Rennwochenende ohne Sprint ausgetragen. Die Fahrer bekommen damit drei Freie Trainings, bevor am Samstag die erste Pole Position auf dem Madring vergeben wird.

Session Datum Startzeit
1. Freies Training Freitag, 11.09.2026 13:30 Uhr
2. Freies Training Freitag, 11.09.2026 17:00 Uhr
3. Freies Training Samstag, 12.09.2026 12:30 Uhr
Qualifying Samstag, 12.09.2026 16:00 Uhr
Rennen Sonntag, 13.09.2026 15:00 Uhr

Nach zwei Trainings am Freitag bekommen die Teams am Samstagmittag eine letzte Stunde, um Set-up, Reifen und Rennabstimmung zu optimieren.

Um 16:00 Uhr geht es anschließend um die Startplätze.

Der Formel-1-Start in Madrid erfolgt am Sonntag um 15:00 Uhr. Gefahren werden 57 Runden auf dem neuen Madring.

Wo läuft der Formel 1 Madrid GP live im TV?

Für deutsche Formel-1-Fans ist das Madrid-Wochenende besonders interessant, denn Qualifying und Rennen laufen kostenlos bei RTL.

Sky zeigt wie gewohnt das komplette Rennwochenende mit allen Trainings, dem Qualifying und dem Grand Prix.

Formel 1 Madrid im TV und Stream

Session TV Livestream
3. Freies Training Sky Sport F1 WOW, Sky Go
Qualifying RTL, Sky Sport F1 RTL+, WOW, Sky Go
Rennen RTL, Sky Sport F1 RTL+, WOW, Sky Go

Damit brauchen Zuschauer für die beiden wichtigsten Sessions des Wochenendes kein Sky-Abo.

RTL startet am Samstag bereits gegen 15:30 Uhr mit der Berichterstattung zum Qualifying.

Am Sonntag beginnt die Vorberichterstattung zum Rennen um 14:00 Uhr. Der eigentliche Start erfolgt eine Stunde später.

Sky geht am Rennsonntag noch früher auf Sendung und beginnt seine ausführliche Vorberichterstattung bereits um 13:30 Uhr.

Wer kommentiert die Formel 1 in Madrid?

Auch bei den Kommentatoren setzen die Sender auf ihre bekannten Teams.

Bei Sky kommentiert Sascha Roos das Wochenende. Als Experte ist Ralf Schumacher dabei. Moderator Peter Hardenacke und Reporterin Sandra Baumgartner berichten direkt von der Strecke.

Bei RTL sitzen Heiko Wasser und Christian Danner am Mikrofon.

Florian König übernimmt die Moderation gemeinsam mit Günther Steiner. Kai Ebel liefert Interviews und Stimmen aus Fahrerlager und Boxengasse.

Für Zuschauer in Österreich läuft der Spanien GP bei ORF 1. Dort kommentiert Ernst Hausleitner. Zusätzlich können die Sessions über ORF ON gestreamt werden.

Madring: Die neue Formel-1-Strecke in Madrid

Der Madring ist die große Unbekannte des Wochenendes.

2026 wird der Kurs erstmals von der Formel 1 genutzt. Die Strecke verbindet öffentliche Straßen mit eigens für das Rennen gebauten permanenten Abschnitten und ist damit eine Mischung aus Straßenkurs und klassischer Rennstrecke.

Streckendaten Madring
Standort Madrid, Spanien
Streckentyp semi-permanent
Länge ca. 5,416 km
Kurven 22
Rennrunden 57
Premiere 2026
Vorjahressieger

Der Madring besitzt 22 Kurven und mehrere sehr unterschiedliche Streckenabschnitte.

Sektor eins ist vergleichsweise schnell. Danach folgen technisch anspruchsvollere Kombinationen und deutliche Höhenunterschiede.

Besonders auffällig ist die stark überhöhte Kurve „La Monumental“. Sie gehört zu den spektakulärsten Elementen des neuen Kurses und soll zur längsten überhöhten Kurve im aktuellen Formel-1-Kalender werden.

Auf den schnellen Passagen werden Geschwindigkeiten von bis zu rund 340 km/h erwartet.

Warum der Madring für Teams besonders schwierig ist

Auf bekannten Strecken verfügen die Teams über jahrelange Daten.

In Madrid existiert dieser Vorteil nicht.

Natürlich wurden Tausende Simulationsrunden gefahren. Trotzdem kann kein Simulator vollständig beantworten, wie sich Asphalt, Bodenwellen, Wind, Temperaturen und Reifenverschleiß unter echten Rennbedingungen entwickeln.

Genau deshalb besitzen die Freien Trainings an diesem Wochenende deutlich mehr Bedeutung als bei einem normalen Grand Prix.

Die wichtigsten Fragen:

  • Wie schnell baut der Reifen ab?
  • Wie einfach lässt sich überholen?
  • Wie groß ist der Vorteil der Pole Position?
  • Welche Abstimmung funktioniert in der überhöhten Passage?
  • Wie stark belastet der Kurs die Reifen?
  • Welche Teams finden am schnellsten das richtige Set-up?

Wer bei diesen Punkten früh die richtigen Antworten findet, kann gegenüber der Konkurrenz einen erheblichen Vorteil besitzen.

Mercedes setzt beim ersten Training ein Ausrufezeichen

Schon die ersten Runden auf dem Madring deuteten darauf hin, dass Mercedes mit dem neuen Kurs gut zurechtkommen könnte.

George Russell setzte im ersten Freien Training die Bestzeit. Direkt dahinter landete Teamkollege Kimi Antonelli.

Auch Ferrari präsentierte sich konkurrenzfähig.

Das passt zur bisherigen Saisonentwicklung. Mercedes kommt mit enormem Selbstvertrauen aus Monza, wo Antonelli vor Russell gewann und damit einen Doppelerfolg für das Team perfekt machte.

Für die Einschätzung der Kräfteverhältnisse ist dennoch Vorsicht angebracht.

Auf einer komplett neuen Strecke verändern sich die Zeiten häufig deutlich, sobald die Teams ihre Daten analysieren und das Set-up optimieren.

Spätestens das Qualifying am Samstag wird deshalb erstmals zeigen, wer auf dem Madring tatsächlich über eine Runde das stärkste Paket besitzt.

Kimi Antonelli kommt als WM-Führender nach Madrid

Die Geschichte der bisherigen Formel-1-Saison 2026 ist eng mit Kimi Antonelli verbunden.

Der junge Mercedes-Pilot reist nach seinem spektakulären Sieg beim Heimrennen in Monza als klarer WM-Führender nach Spanien.

Nach 13 Saisonrennen sieht die Spitze folgendermaßen aus:

Fahrer WM-Punkte
Kimi Antonelli 267
George Russell 201
Lewis Hamilton 191
Lando Norris 171
Charles Leclerc 155

Antonelli besitzt damit bereits 66 Punkte Vorsprung auf Teamkollege George Russell.

Die Situation ist komfortabel, aber bei noch zehn ausstehenden Grand Prix längst nicht entschieden.

Gerade ein neuer Kurs wie Madrid birgt zusätzliches Risiko. Ein Unfall, technischer Defekt oder ein schlechtes Qualifying kann die Situation schnell verändern.

Wer sind die Favoriten beim Formel 1 Madrid GP?

Vor Beginn des Wochenendes hatten die Wettanbieter Kimi Antonelli als Favoriten für den ersten Madrid-Sieg auf dem Zettel.

Die Referenzquoten vor den Trainings:

Fahrer Siegquote
Kimi Antonelli 2,75
Lando Norris 4,40
George Russell 5,50
Lewis Hamilton 8,00
Charles Leclerc 10,00
Max Verstappen 11,00
Oscar Piastri 12,00

Quotenstand: 10.09.2026. Nach Trainings und insbesondere dem Qualifying können sich die Siegquoten deutlich verändern.

Dass Antonelli vorne liegt, überrascht kaum.

Der Italiener gewann zuletzt in Monza trotz Startplatz 19 und verfügt aktuell über das wohl stärkste Gesamtpaket aus Fahrerform und Mercedes-Performance.

Sein Teamkollege George Russell darf allerdings nicht unterschätzt werden. Schon im ersten Training in Madrid war der Brite schneller als Antonelli.

Norris und Ferrari lauern hinter Mercedes

Lando Norris wird von den Buchmachern ebenfalls weit vorne gesehen.

McLaren war 2026 nicht durchgehend das schnellste Auto, besitzt aber genügend Pace, um auf einer neuen Strecke sofort vorne mitzumischen.

Noch interessanter wird Ferrari.

Lewis Hamilton gewann bereits den Barcelona-GP im Juni und liegt in der Weltmeisterschaft aktuell auf Rang drei.

Charles Leclerc wiederum war im ersten Training auf dem Madring direkt vorne dabei.

Falls Mercedes im Qualifying Probleme bekommt, könnten beide Ferrari deshalb schnell zu ernsthaften Siegkandidaten werden.

Was ist mit Max Verstappen?

Dass Max Verstappen mit einer zweistelligen Quote in ein Formel-1-Rennen geht, wäre in früheren Jahren kaum vorstellbar gewesen.

2026 sieht die Situation anders aus.

Red Bull kann das Tempo von Mercedes über eine komplette Saison bislang nicht konstant mitgehen. Verstappen wartet noch auf seinen ersten Grand-Prix-Sieg des Jahres.

Zuletzt gab es in Monza immerhin Rang drei.

Auf einem neuen Kurs sollte der viermalige Weltmeister trotzdem niemals vollständig abgeschrieben werden.

Gerade wenn das Rennen durch Safety Cars, Reifenstrategie oder Zwischenfälle unruhig wird, gehört Verstappen weiterhin zu den Fahrern, die solche Situationen perfekt nutzen können.

Der Madrid GP ist ein besonderes Rennen

Der erste Grand Prix auf einer neuen Formel-1-Strecke ist immer ungewöhnlich.

Niemand besitzt Erfahrungswerte aus einem Rennen. Es gibt keine historischen Reifenstrategien, keine früheren Qualifying-Daten und keinen Fahrer, der bereits weiß, welche Linie nach 30 Rennrunden am besten funktioniert.

Das macht den Spanien GP 2026 in Madrid sportlich besonders interessant.

Mercedes beginnt das Wochenende als Team mit der stärksten Ausgangslage. Antonelli kommt als Monza-Sieger und klarer WM-Führender, Russell setzte im ersten Training direkt die Bestzeit.

Aber genau die fehlenden Erfahrungswerte des Madring bieten Ferrari, McLaren, Red Bull und den übrigen Teams auch die Chance, Mercedes zu überraschen.

Formel 1 Madrid 2026: Das Wichtigste auf einen Blick

Kategorie Information
Grand Prix Großer Preis von Spanien
Strecke Madring, Madrid
Qualifying Sa., 12.09., 16:00 Uhr
Rennstart So., 13.09., 15:00 Uhr
Runden 57
Free-TV RTL
Pay-TV Sky Sport F1
Streams RTL+, WOW, Sky Go
Favorit vor dem Wochenende Kimi Antonelli

Die erste Pole Position auf dem Madring wird am Samstag ab 16:00 Uhr vergeben. Am Sonntag um 15:00 Uhr folgt dann der erste Formel-1-Grand-Prix auf der neuen Strecke.

Qualifying und Rennen gibt es in Deutschland live und kostenlos bei RTL sowie über Sky Sport F1 zu sehen.

Damit ist beim Premieren-Wochenende in Madrid sowohl sportlich als auch bei der TV-Übertragung alles für ein besonderes Formel-1-Wochenende angerichtet.

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