Hinweis: Sportwetten sind erst ab 18 Jahren erlaubt und können süchtig machen. Setze nur Geld ein, dessen Verlust du dir leisten kannst. Beratung und Unterstützung bei Glücksspielproblemen bieten die Landeskoordinierungsstellen Glücksspielsucht (buwei.de).
Die Paysafecard gehört seit Jahren zu den bekanntesten Zahlungsmethoden im Internet, weil sie ohne Bankdaten und ohne Kreditkarte auskommt. Viele ältere Ratgeber zu diesem Thema bewerben sie deshalb vor allem mit einem Argument: völlige Anonymität. Für die Nutzung bei einem in Deutschland lizenzierten Wettanbieter wie Bet365 stimmt das seit dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 in dieser pauschalen Form nicht mehr. Dieser Artikel zeigt, wie die Ein- und Auszahlung mit Paysafecard bei Bet365 heute tatsächlich funktioniert, welche Limits gelten – und warum ein Punkt, der in älteren Texten oft als Kernvorteil beworben wird, inzwischen differenzierter zu betrachten ist.
Kurz zusammengefasst
Bet365 akzeptiert Paysafecard-Einzahlungen ab 5 Euro bis maximal 1.000 Euro und ermöglicht – anders als viele andere Buchmacher – auch Auszahlungen per Paysafecard, bis zu 2.500 Euro. Beide Vorgänge sind bei Bet365 gebührenfrei. Der entscheidende Unterschied zu älteren Beschreibungen dieses Themas: Für Ein- und Auszahlungen bei lizenzierten deutschen Glücksspielanbietern ist inzwischen ein identifiziertes my-paysafecard-Konto erforderlich – die reine anonyme Eingabe eines 16-stelligen PIN-Codes ohne Registrierung reicht dafür nicht mehr aus.
Wichtig zuerst: Warum eine Paysafecard-Zahlung bei Bet365 heute nicht mehr anonym ist
Die fünfte EU-Geldwäscherichtlinie hat bereits 2020 die Möglichkeiten für anonyme Prepaid-Zahlungen generell eingeschränkt: Ohne Registrierung sind seither nur noch Transaktionen bis 50 Euro und ein gespeichertes Guthaben bis 150 Euro ohne Identifizierung möglich. Für Glücksspielangebote gilt in Deutschland zusätzlich eine noch strengere Regel, die direkt aus dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 folgt: Ein- und Auszahlungen bei lizenzierten Anbietern wie Bet365 laufen unabhängig von der Höhe des Betrags grundsätzlich über ein registriertes und identifiziertes my-paysafecard-Konto, nicht mehr über die bloße Eingabe des PIN-Codes einer im Handel gekauften Karte. Der Grund dafür ist der gesetzlich vorgeschriebene Spielerschutz: Erst ein zurückverfolgbares Konto ermöglicht es, Einzahlungslimits durchzusetzen und die Anbindung an Systeme wie die Sperrdatei OASIS und das anbieterübergreifende Limitsystem LUGAS zu gewährleisten.
Das bedeutet nicht, dass die Paysafecard als Bezahlmethode ihren Sinn verloren hätte – du musst deine Bankverbindung oder Kreditkartendaten weiterhin nicht direkt bei Bet365 hinterlegen. Die früher übliche vollständige Anonymität gegenüber jeder Form der Identifizierung gehört für die Nutzung bei Glücksspielanbietern in Deutschland aber der Vergangenheit an. Wer nach einem Ratgeber sucht, der Paysafecard-Zahlungen bei Wettanbietern noch als „komplett anonym, ganz ohne Registrierung” beschreibt, liest damit eine veraltete Darstellung.
Was ist eine Paysafecard?
Die Paysafecard ist ein Prepaid-Zahlungsmittel: Du kaufst eine Guthabenkarte mit einem festen Wert, meist zwischen 10 und 100 Euro, an einer Verkaufsstelle und gibst den 16-stelligen PIN-Code anschließend im Zahlungsformular des jeweiligen Anbieters ein. Das Unternehmen dahinter, die Paysafecard Wertkarten GmbH mit Sitz in Wien, bietet die Karten mittlerweile in rund 50 Ländern an. Neben Glücksspielanbietern wird die Paysafecard auch bei Streaming- und Gaming-Plattformen, in Onlineshops und für digitale Dienstleistungen genutzt.
Bet365 und Paysafecard: Ein- und Auszahlung im Überblick
| Bearbeitung | Gebühren | Minimum | Maximum | |
|---|---|---|---|---|
| Einzahlung | Sofort | Keine | 5 € | 1.000 € |
| Auszahlung | 1–4 Stunden | Keine | 5 € | 2.500 € |
Bet365 gehört damit weiterhin zu den wenigen großen Buchmachern, die Auszahlungen tatsächlich auf die Paysafecard zurückroutet, statt Kundschaft bei Gewinnen auf eine andere Zahlungsmethode auszuweichen zu zwingen. Zu beachten bleibt dabei das gesetzliche, anbieterübergreifende Einzahlungslimit von grundsätzlich 1.000 Euro pro Kalendermonat über alle lizenzierten deutschen Anbieter hinweg (LUGAS) – die Paysafecard-eigene Obergrenze pro Einzahlung ist davon unabhängig zu sehen, addiert sich aber in der Gesamtsumme mit Einzahlungen bei anderen Anbietern.
Voraussetzung: Das my-paysafecard-Konto
Weil Einzahlungen bei Bet365 heute ein registriertes Konto voraussetzen, ist die Einrichtung eines my-paysafecard-Kontos praktisch der erste Schritt, nicht mehr nur eine optionale Ergänzung für Auszahlungen, wie es in älteren Beschreibungen oft dargestellt wurde. Die Einrichtung läuft in drei Schritten:
- Kostenlose Registrierung mit Namen und Kontaktdaten, die mit einem gültigen Lichtbildausweis übereinstimmen müssen.
- Identitätsprüfung per Videoident (in der Regel innerhalb weniger Minuten per Videotelefonat mit einem Support-Mitarbeiter) oder per Postident-Verfahren in einer Postfiliale, das meist mehrere Werktage in Anspruch nimmt.
- Nach erfolgreicher Prüfung lassen sich beliebig viele Paysafecard-PINs auf das Konto laden und für Ein- und Auszahlungen bei Bet365 verwenden, ohne an die Stückelung einzelner Karten gebunden zu sein.
Vorteile und Grenzen der Paysafecard bei Bet365
- Keine Bankdaten beim Wettanbieter: Bet365 erhält weder Kontonummer noch Kreditkartendaten, sondern lediglich den Kartenwert bzw. das my-paysafecard-Guthaben.
- Ausgabenkontrolle: Da nur eingezahlt werden kann, was auf der Karte oder dem Konto verfügbar ist, lässt sich eine versehentliche Überziehung praktisch ausschließen.
- Bereits ab 5 Euro nutzbar: Für kleinere Testeinzahlungen ist die Paysafecard weiterhin gut geeignet.
- Auszahlungsfähig: Anders als bei vielen Konkurrenten lässt sich Guthaben auch wieder auf die Paysafecard zurückzahlen.
- Keine vollständige Anonymität mehr: Für Ein- und Auszahlungen bei Bet365 ist die Identifizierung über ein my-paysafecard-Konto Pflicht – dieser Punkt wird in älteren Vergleichen häufig noch anders dargestellt.
Wo bekomme ich eine Paysafecard?
Paysafecard-Guthabenkarten sind unter anderem an Tankstellen, in Supermärkten, an Kiosken und in Postfilialen erhältlich; eine aktuelle Verkaufsstellenübersicht findet sich direkt auf der Website des Anbieters. Der Kauf der Karte selbst im Handel bleibt unabhängig von späteren Nutzungsbeschränkungen bei Glücksspielanbietern möglich und erfordert an der Kasse keine Angabe persönlicher Daten.
So zahlst du bei Bet365 mit Paysafecard ein
- Melde dich im Bet365-Konto an und klicke im Kontobereich auf „Einzahlen”.
- Wähle Paysafecard als Zahlungsmethode und gib den gewünschten Betrag ein.
- Melde dich mit deinem identifizierten my-paysafecard-Konto an oder gib den PIN einer bereits auf das Konto geladenen Karte ein.
- Bestätige die Zahlung – das Guthaben steht bei Bet365 in der Regel sofort zur Verfügung.
So zahlst du dir Guthaben per Paysafecard aus
- Rufe im Bet365-Kontobereich den Auszahlungsbereich auf und wähle Paysafecard aus.
- Gib den gewünschten Auszahlungsbetrag ein und bestätige die Transaktion.
- Das Geld wird deinem my-paysafecard-Konto gutgeschrieben. Von dort lässt es sich für weitere Onlinezahlungen verwenden oder über die PaysafeWallet-App weiterverwenden – die frühere paysafecard Prepaid Mastercard, über die sich Guthaben früher direkt am Automaten abheben ließ, wird seit dem 31. Juli 2025 nicht mehr neu ausgegeben und schrittweise durch die PaysafeWallet ersetzt.
Paysafecard und der Bet365-Neukundenbonus: Vorsicht bei Zahlungsmethoden-Ausnahmen
Ältere Ratgeber zu diesem Thema behaupten häufig pauschal, Paysafecard-Einzahlungen seien für den Bet365-Neukundenbonus qualifiziert. Aktuelle Bonusangebote von Bet365 enthalten in ihren Bedingungen jedoch regelmäßig den Hinweis, dass „Zahlungsmethoden-Ausnahmen” gelten – ohne dass darin im Kleingedruckten öffentlich einsehbar aufgeschlüsselt wird, welche Methoden konkret ausgeschlossen sind. Eine pauschale Zusicherung, dass Paysafecard-Einzahlungen aktuell bonusberechtigt sind, wäre daher unseriös. Wer einen Willkommensbonus in Anspruch nehmen möchte, sollte die vor der Einzahlung jeweils gültigen Bonusbedingungen direkt bei Bet365 prüfen, statt sich auf ältere oder pauschale Angaben dazu zu verlassen.
Wer steht hinter der Paysafecard? Die Paysafe Group
Ein verbreiteter Fehler in älteren Texten zu diesem Thema ist die Behauptung, Paysafecard sei ursprünglich unter dem Namen Neteller in Kanada gegründet worden. Das ist nicht korrekt: Paysafecard wurde im Jahr 2000 in Wien von vier österreichischen Unternehmern gegründet und ist damit ein eigenständiges Unternehmen mit eigener Geschichte. Neteller wiederum wurde unabhängig davon 1999 in Kanada gegründet. Beide Marken kamen erst später über Firmenübernahmen unter ein gemeinsames Dach: Der E-Wallet-Anbieter Skrill übernahm Paysafecard im Februar 2013, bevor die Optimal-Payments-Gruppe im August 2015 die Skrill-Gruppe übernahm und sich anschließend in Paysafe Group umbenannte. Seither sind Paysafecard, Skrill und Neteller Schwestermarken innerhalb derselben Unternehmensgruppe, aber keine umbenannten Versionen voneinander.
Häufig gestellte Fragen zu Bet365 und Paysafecard
Kann ich bei Bet365 noch komplett anonym mit Paysafecard einzahlen?
Nein. Für Ein- und Auszahlungen bei lizenzierten deutschen Anbietern wie Bet365 ist ein identifiziertes my-paysafecard-Konto erforderlich. Der reine Kartenkauf im Handel bleibt zwar anonym, die anschließende Nutzung bei Bet365 jedoch nicht.
Wie hoch ist die minimale und maximale Einzahlung per Paysafecard bei Bet365?
Einzahlungen sind ab 5 Euro bis maximal 1.000 Euro möglich, unabhängig von der Stückelung der einzelnen Karten, sofern das Guthaben auf ein my-paysafecard-Konto geladen wurde.
Kann ich mir Gewinne auf die Paysafecard auszahlen lassen?
Ja, Bet365 zahlt Guthaben bis zu 2.500 Euro auf ein my-paysafecard-Konto aus – eine Bearbeitungszeit von 1 bis 4 Stunden ist dabei üblich.
Fallen bei Bet365 Gebühren für Paysafecard-Transaktionen an?
Nach aktuellem Stand berechnet Bet365 weder für Ein- noch für Auszahlungen per Paysafecard Gebühren.
Gibt es die Paysafecard Prepaid Mastercard noch?
Nein, seit dem 31. Juli 2025 wird sie nicht mehr neu ausgegeben. Bestehende Karten bleiben bis zu ihrem Ablaufdatum nutzbar; als Nachfolgeprodukt bietet Paysafecard die PaysafeWallet mit einer neuen Debit-Mastercard-Option an.
Bet365 und Paysafecard – Mein Fazit
Die Paysafecard bleibt bei Bet365 eine praktische Zahlungsmethode für kleinere bis mittlere Beträge, die ohne direkte Weitergabe von Bankdaten an den Buchmacher auskommt und – anders als bei vielen Konkurrenten – auch für Auszahlungen genutzt werden kann. Der früher zentrale Werbepunkt der vollständigen Anonymität lässt sich für die Nutzung bei einem lizenzierten deutschen Anbieter aber nicht mehr halten: Seit dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 ist dafür ein identifiziertes my-paysafecard-Konto notwendig. Wer diesen Schritt einmal erledigt hat, profitiert weiterhin von schnellen, gebührenfreien Transaktionen in beide Richtungen.
Hinweis zum verantwortungsvollen Spielen: Glücksspiel ist erst ab 18 Jahren erlaubt und kann süchtig machen. Setze nur Geld ein, dessen Verlust du dir leisten kannst. Beratung und Unterstützung bei Glücksspielproblemen bieten die Landeskoordinierungsstellen Glücksspielsucht (buwei.de) sowie die BZgA (Telefon: 0800 1 37 27 00).