| veröffentlicht am: 29.01.26
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Bayer Leverkusen – FC St. Pauli | Tipp & Prognose 03.02.26

Im Viertelfinale des DFB-Pokals kommt es in der nächsten Woche zu einem rein bundesligainternen Duell: Bayer 04 Leverkusen empfängt den FC St. Pauli in der BayArena. Anstoß ist am Dienstag, den 03. Februar 2026, um 20:45 Uhr. Die Rollen scheinen auf den ersten Blick klar verteilt – doch Pokalspiele sind bekanntlich immer für eine Überraschung gut.

Welche Wette unsere Redaktion für dieses Pokalspiel empfiehlt, das erläutert hier unser Experte Tom Meisfeldt.

Favoritenrolle klar bei der Werkself

Leverkusen geht als deutlicher Favorit in diese Partie. Die Rheinländer verfügen nicht nur über den qualitativ stärkeren Kader, sondern spielen auch eine insgesamt stabile Saison. In der Bundesliga rangiert das Team im oberen Tabellenbereich und hat sich zusätzlich auf internationaler Bühne Selbstvertrauen geholt. Besonders der jüngste Erfolg in der Champions League hat gezeigt, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt.

Für Bayer ist der DFB-Pokal zudem eine der realistischsten Chancen auf einen Titel in dieser Spielzeit. Entsprechend ernst wird man das Viertelfinale angehen. Ein Ausscheiden vor dem Halbfinale wäre aus Vereinssicht eine herbe Enttäuschung – gerade vor eigenem Publikum.

Personell muss Leverkusen zwar auf einige Akteure verzichten, doch der Kader ist breit genug aufgestellt, um diese Ausfälle zu kompensieren. Die spielerische Qualität, vor allem im Offensivbereich, bleibt hoch.

St. Pauli mit anderem Fokus – aber nicht chancenlos

Ganz anders ist die Ausgangslage beim FC St. Pauli. Die Hamburger stecken mitten im Abstiegskampf der Bundesliga und kämpfen dort Woche für Woche um lebenswichtige Punkte. Der Ligaalltag hat klar Priorität. Dennoch wird man das Pokalspiel keinesfalls herschenken – allein schon wegen der großen Bühne und der finanziellen Bedeutung eines möglichen Halbfinaleinzugs.

Schafft der FC St. Pauli am Dienstag in Leverkusen eine Pokal-Überraschung?

St. Pauli hat im bisherigen Pokalverlauf bereits bewiesen, dass man unangenehm zu bespielen ist. Mehrfach setzte sich das Team in engen Spielen durch und zeigte dabei Nervenstärke. Gerade in K.o.-Spielen kann eine kompakte Defensive mit schnellem Umschaltspiel immer wieder zum Erfolgsrezept werden.

Allerdings reist auch St. Pauli nicht in Bestbesetzung an. Mehrere Ausfälle schränken die Optionen ein, was gegen einen Gegner wie Leverkusen besonders schwer wiegt.

Taktisches Bild: Ballbesitz vs. Konter

Spielerisch ist mit einer klaren Rollenverteilung zu rechnen. Leverkusen wird von Beginn an versuchen, das Spiel zu kontrollieren, viel Ballbesitz zu haben und Druck über die Flügel sowie das Zentrum aufzubauen. Das Team fühlt sich in einer dominanten Rolle wohl und hat die nötige Struktur, um geduldig Chancen herauszuspielen.

St. Pauli dürfte sich hingegen eher zurückziehen, kompakt verteidigen und auf schnelle Gegenstöße setzen. Besonders über Umschaltsituationen nach Ballgewinnen könnten sich Räume ergeben, wenn Leverkusen weit aufrückt. Entscheidend wird sein, wie lange die Gäste defensiv die Ordnung halten können.

Direkter Vergleich spricht leicht für Leverkusen

Ein Blick auf die bisherigen Duelle zeigt ein insgesamt recht ausgeglichenes Bild, allerdings mit leichten Vorteilen für Leverkusen. In den jüngsten Aufeinandertreffen hatte meist die Werkself das bessere Ende für sich, oft in engen Spielen mit einem Tor Unterschied. Das deutet darauf hin, dass St. Pauli durchaus mithalten kann – vor allem kämpferisch.

Gerade im Pokal ist die Vergangenheit jedoch nur bedingt aussagekräftig. Tagesform, Effizienz vor dem Tor und individuelle Fehler spielen eine übergeordnete Rolle.

Form der Teams vor dem Pokal-Viertelfinale

Leverkusen hat zuletzt wieder Stabilität gefunden. Nach kleineren Rückschlägen zu Jahresbeginn folgten überzeugende Auftritte, darunter ein wichtiger Heimsieg in der Liga und ein deutlicher internationaler Erfolg. Auch der bisherige Pokalweg mit Erfolgen gegen ambitionierte Gegner unterstreicht, dass Bayer den Wettbewerb ernst nimmt.

St. Pauli hingegen wartet im neuen Jahr noch auf ein Erfolgserlebnis in der Bundesliga. Dennoch zeigte das Team mehrfach Moral und blieb auch gegen stärkere Gegner konkurrenzfähig. Im Pokal bewies man zudem Auswärtsstärke – ein Faktor, der zumindest Hoffnung macht.

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