Am Mittwoch, den 7. Oktober, trifft Adrian Mannarino in der ersten Runde des Rolex Shanghai Masters auf den Qualifikanten Nikoloz Basilashvili. Gespielt wird in der Qizhong Forest Sports City Arena auf Hartplatz im Freien, Anstoß nach Spielplan nicht vor 07:00 Uhr MESZ. Es ist ein Duell zweier Routiniers mit zusammen 72 Jahren – und zweier Spieler, deren Matches selten kurz sind. Unser Tipp: Über 22,5 Spiele ab einer Quote von 1,72.
Ausgangssituation
Adrian Mannarino ist 38 Jahre alt und steht auf Weltranglistenplatz 67. Der Franzose gehört zu den eigenwilligsten Spielern der Tour: Linkshänder, flache Schläge ohne Topspin, kaum Tempo, dafür eine Rückhand, die praktisch nie Fehler produziert. Seit fast zwei Jahrzehnten lebt er davon, Gegner mit ungewohnten Bällen zu zermürben.
Nikoloz Basilashvili ist 34 und Weltranglisten-132. Der Georgier war einmal die Nummer 16 der Welt und gewann vier ATP-Titel. Sein Spiel ist das genaue Gegenteil von Mannarinos: maximales Risiko von beiden Grundlinien, viele Winner, viele Fehler. In Shanghai hat er sich über die Qualifikation ins Hauptfeld gekämpft.
Aktuelle Form von Adrian Mannarino
Mannarinos Asien-Reise verlief bislang durchwachsen. Bei der China Open in Peking musste er in die Qualifikation, überstand die erste Runde über drei Sätze und scheiterte dann in der entscheidenden Runde mit 3:6 und 4:6. Zuvor hatte er in Chengdu das Viertelfinale erreicht – sein bestes Ergebnis der Asien-Serie.
Über die letzten fünf Partien steht er bei drei Siegen. Für einen Spieler seines Alters und seiner Platzierung ist das ein ordentlicher Wert, aber es zeigt auch: Mannarino gewinnt in dieser Phase seiner Karriere kaum noch Matches souverän.
Entscheidend für diesen Tipp ist sein Spielstil. Mannarino schlägt mit rund 180 km/h auf, erzeugt praktisch kein Tempo und hält dafür fast jeden Ball im Feld. Seine Matches gehen regelmäßig über zwei lange Sätze mit Tiebreaks oder über die volle Distanz – in Shanghai 2025 gewann er die erste Runde gegen Matteo Berrettini mit 7:5 und 7:6 (5) und verlor die zweite gegen Francisco Cerúndolo mit 6:7 (3) und 6:7 (4). Vier Sätze, vier knappe Entscheidungen, 54 Spiele in zwei Matches.
| Datum | Turnier | Runde | Gegner | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| 29.09.2026 | Peking (ATP 500) | Qualifikation 2 | Miomir Kecmanović (3) | N 3:6, 4:6 |
| 28.09.2026 | Peking (ATP 500) | Qualifikation 1 | Gegner | S in drei Sätzen |
Aktuelle Form von Nikoloz Basilashvili
Basilashvili hat sich die Teilnahme am Hauptfeld teuer erkauft. In der ersten Qualifikationsrunde am Montag gewann er gegen Andre Ilagan mit 6:3, 6:7 (1) und 7:5 – nach über drei Stunden Spielzeit. Einen Tag später setzte er sich in der entscheidenden Runde erneut über drei Sätze durch, nachdem er den ersten abgegeben hatte.
Das heißt: Der Georgier bestreitet am Mittwoch sein drittes Match in drei Tagen, nachdem er in den ersten beiden rund fünf Stunden auf dem Platz stand. Für einen 34-Jährigen ist das eine erhebliche Hypothek.
Gleichzeitig zeigt die Art der Siege, warum er gefährlich bleibt. Basilashvili dreht Matches über seine Schlaghärte, er braucht keine lange Anlaufzeit und kann jeden Gegner im Feld von der Grundlinie wegschießen. Seine Schwäche ist die Konstanz: Wenn die Länge fehlt, häufen sich die Fehler.
| Datum | Turnier | Runde | Gegner | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| 06.10.2026 | Shanghai (ATP 1000) | Qualifikation 2 | Gegner | S in drei Sätzen |
| 05.10.2026 | Shanghai (ATP 1000) | Qualifikation 1 | Andre Ilagan | S 6:3, 6:7(1), 7:5 |
Head-to-Head
Beide Spieler sind seit über einem Jahrzehnt auf der Tour unterwegs, ein dokumentiertes Duell der jüngeren Vergangenheit ließ sich allerdings nicht zweifelsfrei verifizieren. Für die Prognose ist das kein großer Verlust: Beide haben ihr Spiel in den vergangenen Jahren deutlich verändert, Basilashvili ist von Rang 16 auf 132 zurückgefallen, Mannarino vom Dauergast in den Top 40 zum Qualifikationsspieler.
Relevanter ist der Stilvergleich. Mannarino gegen einen Hartschläger ist eine der klassischen Konstellationen im Tennis: Der Franzose nimmt mit seinen flachen, langsamen Bällen jede Rhythmusvorlage weg und zwingt den Gegner, das Tempo selbst zu erzeugen. Spieler wie Basilashvili gewinnen solche Matches, wenn sie treffen – und verlieren sie deutlich, wenn nicht.
Bedingungen und Matchup
Der Hartplatz in Shanghai spielt mitteschnell mit hohem Absprung, im Oktober kommt hohe Luftfeuchtigkeit dazu. Die Bälle werden im Matchverlauf schwerer – ein Faktor, der Mannarinos ohnehin niedriges Tempo noch weiter reduziert und Basilashvili zwingt, bei jedem Schlag voll durchzuziehen.
Für die Spielanzahl spricht beides. Mannarino hält über seinen Aufschlag kaum Punkte billig, bringt seine Aufschlagspiele aber über Variation und Winkel durch. Basilashvili holt über seinen Aufschlag viele schnelle Punkte. Zwei Spieler, die beide halten und beide Mühe haben zu breaken, produzieren Sätze, die bis 6:4, 7:5 oder in den Tiebreak gehen.
Die Belege liegen in dieser Woche: Basilashvilis Erstrundensieg in der Qualifikation ging über 34 Spiele, auch sein zweites Match brauchte drei Sätze. Mannarinos Erstrundenmatch in der Pekinger Qualifikation ebenfalls.
Gegen den Tipp spricht die Ermüdung des Georgiers. Drei Matches in drei Tagen nach fünf Stunden Spielzeit können dazu führen, dass die Beine im zweiten Satz wegsacken – und ein 6:3, 6:2 für Mannarino ergibt nur 17 Spiele.
Quoten
Der Markt dürfte Mannarino leicht favorisieren – besseres Ranking, Hauptfeldplatz ohne Qualifikation, frischere Beine. Die Quoten liegen vermutlich bei etwa 1,55 für den Franzosen und 2,40 für den Georgier. Für die Siegwette ist das in beide Richtungen unattraktiv.
Wir rechnen mit der Mindestquote: dem Wert, ab dem eine Wette nach unserer geschätzten Wahrscheinlichkeit rechnerisch im Plus liegt.
| Wettmarkt | Auswahl | Geschätzte Wahrscheinlichkeit | Mindestquote | Referenzquote |
|---|---|---|---|---|
| Sieger | Adrian Mannarino | 60 % | 1,67 | Redaktion: Interwetten |
| Sieger | Nikoloz Basilashvili | 40 % | 2,50 | Redaktion: Interwetten |
| Über/Unter Spiele | Über 22,5 | 58 % | 1,72 | Redaktion: Interwetten |
| Über/Unter Spiele | Unter 22,5 | 42 % | 2,38 | Redaktion: Interwetten |
| Anzahl Sätze | Über 2,5 (drei Sätze) | 47 % | 2,13 | Redaktion: Interwetten |
| Satz-Handicap | Basilashvili +1,5 | 62 % | 1,61 | Redaktion: Interwetten |
Wett-Tipp Mannarino gegen Basilashvili
Haupttipp: Über 22,5 Spiele – Mindestquote 1,72.
Die Wette gewinnt, wenn im Match mindestens 23 Spiele gespielt werden – also etwa bei 7:5, 6:4 oder jedem Dreisatzverlauf.
Die Herleitung stützt sich auf drei Punkte. Erstens Mannarinos Profil: Kein Spieler der Tour produziert so verlässlich lange, enge Sätze. Sein Spiel ohne Tempo nimmt jedem Gegner die Rhythmusvorlage, Breaks sind in beide Richtungen selten. Seine beiden Shanghai-Matches im Vorjahr ergaben 54 Spiele in vier Sätzen, drei davon im Tiebreak oder bei 7:5.
Zweitens Basilashvilis Aufschlag: Der Georgier holt auch mit müden Beinen schnelle Punkte über seinen Service. Das verhindert die einseitigen Sätze, die bei einem erschöpften Qualifikanten sonst drohen.
Drittens die Bedingungen: Schwere Bälle und hoher Absprung verlängern Ballwechsel und erschweren Winner – auf einem schnelleren Belag wäre dieses Match kürzer.
Was dagegen spricht, ist genau die Ermüdung. Fünf Stunden Spielzeit in zwei Tagen, dazu das dritte Match in Folge: Wenn Basilashvili körperlich einbricht, endet die Partie bei 17 oder 18 Spielen. Das ist das Szenario, das diese Wette kostet, und der Grund für unsere Schätzung von 58 statt 65 Prozent.
Risikoreichere Alternative: Sieg Nikoloz Basilashvili – Mindestquote 2,50. Der Georgier ist im Rhythmus, hat zwei Matches gewonnen und trifft auf einen Gegner, der zuletzt selbst in der Qualifikation scheiterte. Wer der Schlaghärte mehr zutraut als den frischen Beinen, findet hier die interessantere Quote.
Quoten-Stand: 6. Oktober 2026. Wettquoten unterliegen ständigen Schwankungen – bitte vor Wettabgabe beim jeweiligen Anbieter prüfen.
Redaktioneller Hinweis: Dies ist der schwächste Datensatz der Serie. Für Mannarinos Erstrundenmatch in der Pekinger Qualifikation und für Basilashvilis entscheidende Qualifikationsrunde in Shanghai sind Gegner beziehungsweise Satzergebnisse nicht zweifelsfrei belegt – beide Zeilen sind entsprechend gekennzeichnet und müssen vor Veröffentlichung aus dem eigenen Datenfeed ergänzt werden. Ein dokumentiertes Head-to-Head ließ sich nicht verifizieren. Anstoßzeit und Court standen zum Redaktionsschluss nicht fest. Shanghai liegt sechs Stunden vor Mitteleuropa.
Wetten ab 18. Jeder Tipp kann verlieren — setze nur Geld ein, das du entbehren kannst, und hole Verluste nie durch weitere Wetten zurück. Hilfe bei Spielsucht: 0800 137 27 00 (kostenfrei, anonym) oder check-dein-spiel.de