Am Mittwoch, den 7. Oktober, trifft Pavel Kotov in der ersten Runde des Rolex Shanghai Masters auf Tallon Griekspoor. Gespielt wird in der Qizhong Forest Sports City Arena auf Hartplatz im Freien, Anstoß nach Spielplan nicht vor 06:00 Uhr MESZ. Der Niederländer ist der deutlich besser platzierte Spieler, kommt aber mit drei Niederlagen in Folge – der russische Qualifikant mit zwei Siegen aus zwei Tagen. Der direkte Vergleich steht 2:2. Unser Tipp: Sieg Pavel Kotov ab einer Quote von 2,50.
Ausgangssituation
Tallon Griekspoor ist 30, Niederländer und steht auf Weltranglistenplatz 55. Sein Karrierehoch war Rang 21, seine stärkste Phase liegt ein bis zwei Jahre zurück. Die Saison 2026 ist mit 13 Siegen bei 18 Niederlagen die schwächste seit seinem Durchbruch – mit einer großen Ausnahme: In Toronto schlug er im August nacheinander Lorenzo Sonego, den topgesetzten Alexander Zverev und Matteo Arnaldi.
Pavel Kotov ist Russe und hat sich in Shanghai über die Qualifikation ins Hauptfeld gespielt. Der frühere Top-60-Spieler ist in der Rangliste weit zurückgefallen und bestreitet den Großteil seiner Saison auf der Challenger Tour – dort allerdings erfolgreich: 2026 gewann er die Titel in Cherbourg und in Wuning.
Aktuelle Form von Pavel Kotov
Kotov ist der Spieler mit dem besseren Rhythmus. In der ersten Qualifikationsrunde am Montag bezwang er Martin Damm junior mit 7:6 (4), 6:7 (4) und 6:3, einen Tag später setzte er sich in der entscheidenden Runde gegen Aleksandar Vukic durch und löste das Hauptfeldticket.
Die Statistik des Damm-Matches zeigt, warum er gefährlich ist: 51 Winner, neun Asse, nur zwei Doppelfehler, 82 Prozent gewonnene Punkte nach dem ersten und 71 Prozent nach dem zweiten Aufschlag. Das sind Werte, mit denen man auf Hartplatz auch gegen Top-60-Gegner bestehen kann.
Davor hatte er beim Challenger in Shanghai Anfang September das Halbfinale erreicht und in Chengdu die Qualifikation gespielt. Seine Saisonbilanz von 25:28 täuscht: Auf Hartplatz steht er bei 19:16, und beide Challenger-Titel dieses Jahres holte er auf diesem Belag.
| Datum | Turnier | Runde | Gegner | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| 05.10.2026 | Shanghai (ATP 1000) | Qualifikation 1 | Martin Damm jr. | S 7:6(4), 6:7(4), 6:3 |
| 22.09.2026 | Chengdu (ATP 250) | Qualifikation 1 | Gegner | S 6:7(4), 7:5, 7:5 |
Aktuelle Form von Tallon Griekspoor
Griekspoors Herbst ist ernüchternd. In Peking verlor er zum Auftakt gegen Andrey Rublev mit 4:6, 7:5 und 6:7 (6) – ein Match, das er nach gewonnenem zweiten Satz aus der Hand gab. In Chengdu unterlag er zuvor Denis Shapovalov mit 4:6 und 6:7 (3), obwohl er 71 Prozent seiner ersten Aufschläge ins Feld brachte und 80 Prozent der Punkte danach gewann. Das Problem war die Rückschlagseite: ein einziges gewonnenes Returnspiel aus elf.
Bei den US Open verlor er in der ersten Runde gegen Ben Shelton über vier Sätze, nachdem er den ersten mit 6:1 für sich entschieden hatte. Der einzige Lichtblick dazwischen war der Davis Cup, wo er Nicolás Mejía mit 6:2 und 6:4 bezwang.
Das Muster ist konsistent: Griekspoor hält seinen Aufschlag, kommt aber nicht zu Breaks und verliert enge Sätze. Drei Niederlagen in Folge, alle in Partien, die er hätte gewinnen können.
| Datum | Turnier | Runde | Gegner | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| 01.10.2026 | Peking (ATP 500) | 1. Runde | Andrey Rublev | N 4:6, 7:5, 6:7(6) |
| 24.09.2026 | Chengdu (ATP 250) | 1. Runde | Denis Shapovalov (7) | N 4:6, 6:7(3) |
| 18.09.2026 | Davis Cup | Einzel | Nicolás Mejía | S 6:2, 6:4 |
| 31.08.2026 | US Open | 1. Runde | Ben Shelton (8) | N 6:1, 1:6, 6:7(3), 2:6 |
Head-to-Head
Der direkte Vergleich steht 2:2. Das ist für ein Duell zwischen der Nummer 55 und einem Qualifikanten bemerkenswert und das stärkste Einzelargument dieses Tipps.
Das jüngste Aufeinandertreffen liegt 2024 in Stockholm: Griekspoor gewann auf Hallenhartplatz mit 7:6, 4:6 und 6:3 – über die volle Distanz, gegen einen Kotov, der damals ebenfalls weit außerhalb der Top 100 rangierte. Über alle vier Duelle hinweg steht es in Sätzen praktisch ausgeglichen.
Die Erklärung liegt im Stil: Beide sind kompakte Grundlinienspieler ohne herausragende Waffe, beide gewinnen Matches über Konstanz. In solchen Konstellationen zählt die Tagesform mehr als die Rangliste.
Bedingungen und Matchup
Der Hartplatz in Shanghai ist mitteschnell mit hohem Absprung, dazu kommt im Oktober hohe Luftfeuchtigkeit. Beide Spieler sind auf diesem Belag zu Hause: Griekspoors beste Resultate kamen fast ausschließlich auf Hartplatz, Kotovs beide Titel dieses Jahres ebenfalls.
Entscheidend ist die Rückschlagseite. Griekspoors Kernproblem der vergangenen Wochen ist, dass er keine Breaks erzwingt – gegen Shapovalov holte er eines von elf Returnspielen, gegen Rublev reichte es trotz gewonnenem zweiten Satz nicht zum Sieg. Kotov wiederum verwandelte gegen Damm nur zwei von sechs Breakchancen, hielt dafür aber seinen eigenen Aufschlag nahezu durchgehend.
Zwei Spieler, die beide halten und beide schwer breaken: Das spricht für ein enges Match mit Tiebreaks – und in Tiebreaks entscheidet nicht das Ranking, sondern die aktuelle Sicherheit. Die liegt derzeit beim Russen.
Gegen den Tipp spricht die Belastung. Kotov hat am Montag und Dienstag gespielt, das erste Match über drei Sätze und 35 Spiele. Griekspoor ist seit dem 1. Oktober frisch.
Quoten
Der Markt führt Griekspoor als Favoriten; seine Siegquote dürfte bei etwa 1,45 liegen, Kotov bei rund 2,75. Das orientiert sich am Rankingunterschied – und ignoriert sowohl den ausgeglichenen direkten Vergleich als auch die Formkurven der letzten vier Wochen.
Wir rechnen mit der Mindestquote: dem Wert, ab dem eine Wette nach unserer geschätzten Wahrscheinlichkeit rechnerisch im Plus liegt.
| Wettmarkt | Auswahl | Geschätzte Wahrscheinlichkeit | Mindestquote | Referenzquote |
|---|---|---|---|---|
| Sieger | Tallon Griekspoor | 60 % | 1,67 | Redaktion: Interwetten |
| Sieger | Pavel Kotov | 40 % | 2,50 | Redaktion: Interwetten |
| Satz-Handicap | Kotov +1,5 | 63 % | 1,59 | Redaktion: Interwetten |
| Satz-Handicap | Griekspoor −1,5 | 37 % | 2,70 | Redaktion: Interwetten |
| Anzahl Sätze | Über 2,5 (drei Sätze) | 48 % | 2,08 | Redaktion: Interwetten |
| 1. Satz | Pavel Kotov | 44 % | 2,27 | Redaktion: Interwetten |
Wett-Tipp Kotov gegen Griekspoor
Haupttipp: Sieg Pavel Kotov – Mindestquote 2,50.
Die Herleitung stützt sich auf vier Punkte. Erstens der direkte Vergleich: 2:2 bei vier Duellen. Ein Spieler, der gegen Griekspoor bereits zweimal gewonnen hat, ist kein klassischer Außenseiter, auch wenn das Ranking etwas anderes sagt.
Zweitens die Formkurven: Griekspoor hat drei Partien in Folge verloren, zwei davon nach gewonnenem Satz. Kotov hat zwei Qualifikationsmatches gewonnen und steht im Rhythmus. Drittens die Belagstatistik: Kotovs Hartplatzbilanz von 19:16 ist in dieser Saison besser als Griekspoors Gesamtbilanz von 13:18, und beide Challenger-Titel des Russen kamen auf Hartplatz.
Viertens das Matchup: Zwei Spieler ohne dominante Waffe, beide mit soliden Aufschlagspielen und schwachen Breakwerten. Solche Matches gehen über Tiebreaks und Nervenstärke – und dort ist der Spieler mit zwei frischen Siegen im Vorteil.
Was dagegen spricht: Griekspoor hat im August in Toronto Zverev geschlagen und ist, wenn er trifft, eine Klasse besser. Dazu kommt Kotovs Belastung aus zwei Qualifikationstagen. Deshalb liegt unsere Schätzung bei 40 und nicht bei 50 Prozent.
Sichere Alternative: Satz-Handicap Kotov +1,5 – Mindestquote 1,59. Diese Variante gewinnt bereits, wenn der Russe einen Satz holt – angesichts des 2:2 im direkten Vergleich die konservative Version derselben These.
Quoten-Stand: 6. Oktober 2026. Wettquoten unterliegen ständigen Schwankungen – bitte vor Wettabgabe beim jeweiligen Anbieter prüfen.
Redaktioneller Hinweis: Einzelne Datenanbieter führen die Partie für Donnerstag, den 8. Oktober – vor Veröffentlichung prüfen. Kotovs Sieg in der entscheidenden Qualifikationsrunde gegen Aleksandar Vukic am 6. Oktober ist dokumentiert, das Satzergebnis lag zum Redaktionsschluss nicht vor; sein Chengdu-Qualifikationsmatch ist ohne verifizierten Gegner gekennzeichnet. Shanghai liegt sechs Stunden vor Mitteleuropa.
Wetten ab 18. Jeder Tipp kann verlieren — setze nur Geld ein, das du entbehren kannst, und hole Verluste nie durch weitere Wetten zurück. Hilfe bei Spielsucht: 0800 137 27 00 (kostenfrei, anonym) oder check-dein-spiel.de