Am Mittwoch, den 7. Oktober, trifft Juan Manuel Cerúndolo in der ersten Runde des Rolex Shanghai Masters auf den Qualifikanten Nicolás Mejía. Gespielt wird in der Qizhong Forest Sports City Arena auf Hartplatz im Freien. Der Gewinner bekommt in Runde zwei Carlos Alcaraz – ein Los, das die Partie für beide zum vielleicht wichtigsten Match des Jahres macht. Der Argentinier ist Favorit, kommt aber mit drei Niederlagen aus den letzten vier Partien. Unser Tipp: Sieg Nicolás Mejía ab einer Quote von 2,63.
Ausgangssituation
Juan Manuel Cerúndolo ist 24, Linkshänder aus Buenos Aires und steht auf Weltranglistenplatz 53. Sein Karrierehoch von Rang 42 erreichte er im Juni 2026, sein bestes Grand-Slam-Ergebnis war das Achtelfinale der French Open in diesem Jahr – erreicht nach einer Aufholjagd aus einem 0:2-Satzrückstand und 1:5 im dritten Durchgang. Er ist der jüngere Bruder von Francisco Cerúndolo, der auf Rang 23 steht.
Nicolás Mejía ist 26, kommt aus Bogotá, lebt in Miami und steht auf Rang 116. Er hat sich in Shanghai über die Qualifikation ins Hauptfeld gespielt und dabei keinen Satz abgegeben. Ein Masters-1000-Hauptfeld ist für ihn Neuland.
Aktuelle Form von Juan Manuel Cerúndolo
Cerúndolos Asien-Reise verläuft bislang enttäuschend. In Chengdu schlug er zunächst den Wildcard-Spieler Yi Zhou souverän mit 6:4 und 6:3, verlor dann aber im Achtelfinale gegen Alejandro Davidovich Fokina mit 4:6 und 4:6 – ohne eine einzige Breakchance zu verwerten und bei null gewonnenen Rückschlagspielen. In Peking folgte das Erstrundenaus gegen den Chinesen Yunchaokete Bu mit 2:6, 7:5 und 4:6.
Der eigentliche Warnschuss liegt aber einen Monat zurück: Bei den US Open verlor er in der ersten Runde gegen Arthur Géa über fünf Sätze mit 3:6, 6:2, 6:3, 3:6 und 1:6 – gegen einen Gegner, der deutlich schlechter platziert war. Nach zwei gewonnenen Sätzen gab er das Match aus der Hand.
Seine Saisonbilanz steht bei 18 Siegen und 18 Niederlagen, auf Hartplatz bei 14:17. Cerúndolo ist, wie fast alle Argentinier seiner Generation, auf Sand aufgewachsen – seine besten Ergebnisse kommen dort. Auf Hartplatz fehlt ihm die Durchschlagskraft, um Matches früh zu entscheiden.
| Datum | Turnier | Runde | Gegner | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| 30.09.2026 | Peking (ATP 500) | 1. Runde | Yunchaokete Bu (WC) | N 2:6, 7:5, 4:6 |
| 26.09.2026 | Chengdu (ATP 250) | Achtelfinale | A. Davidovich Fokina (2) | N 4:6, 4:6 |
| 24.09.2026 | Chengdu (ATP 250) | 1. Runde | Yi Zhou (WC) | S 6:4, 6:3 |
| 01.09.2026 | US Open | 1. Runde | Arthur Géa | N 3:6, 6:2, 6:3, 3:6, 1:6 |
Aktuelle Form von Nicolás Mejía
Mejía hat die Qualifikation ohne Satzverlust überstanden. In der ersten Runde führte er gegen Chun-Hsin Tseng mit 6:4, ehe der Taiwaner aufgab. Einen Tag später schlug er den an sechs gesetzten Michael Zheng mit 6:3 und 6:4 – und damit einen Spieler, der im Qualifikationsfeld deutlich höher eingeschätzt wurde als er selbst.
Das ist die relevante Information: Mejía ist zwar nur die Nummer 116, hat sich aber gegen gesetzte Gegner durchgesetzt und steht im Rhythmus. Dass er im ersten Match von einer Aufgabe profitierte, reduziert zudem seine Belastung – er hat deutlich weniger Spielzeit in den Beinen als ein typischer Qualifikant nach zwei vollen Matches.
Der Kolumbianer spielt beidhändig, ist mit 1,83 Metern durchschnittlich groß und arbeitet mit Carlos Salamanca und Ricardo Sánchez. Seine Karriere verlief bislang fast ausschließlich auf Challenger-Ebene – das Hauptfeld eines Masters-1000-Turniers ist für ihn die größte Bühne seiner Laufbahn.
| Datum | Turnier | Runde | Gegner | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| 06.10.2026 | Shanghai (ATP 1000) | Qualifikation 2 | Michael Zheng (6) | S 6:3, 6:4 |
| 05.10.2026 | Shanghai (ATP 1000) | Qualifikation 1 | Chun-Hsin Tseng | S 6:4, Aufgabe |
Head-to-Head
Ein Duell auf der ATP-Tour hat es zwischen beiden nicht gegeben. Beide haben allerdings eine gemeinsame Vergangenheit auf der südamerikanischen Challenger-Ebene, auf der sie sich in den vergangenen Jahren mehrfach in denselben Turnierfeldern bewegten.
Aussagekräftiger ist ein Blick auf die Gegnerqualität dieser Woche: Mejía hat in der Qualifikation einen gesetzten Spieler in zwei Sätzen geschlagen, Cerúndolo hat in seinen letzten vier Pflichtspielen nur gegen einen Wildcard-Spieler gewonnen. Das relativiert den Rankingunterschied von 63 Plätzen erheblich.
Bedingungen und Matchup
Der Hartplatz in Shanghai ist mitteschnell mit hohem Absprung, dazu kommt im Oktober hohe Luftfeuchtigkeit. Für einen linkshändigen Sandplatzspezialisten wie Cerúndolo ist das keine Wohlfühlumgebung: Sein Spiel lebt von Topspin und langen Ballwechseln, aber auf diesem Belag kommt er mit dem Aufschlag nicht zu den billigen Punkten, die ihm auf Sand die Ballwechsel eröffnen.
Seine Zahlen aus Chengdu belegen das Problem. Gegen Davidovich Fokina gewann er 21 Prozent der Punkte gegen den ersten Aufschlag des Spaniers und kein einziges Rückschlagspiel – bei 80 Prozent gehaltener eigener Aufschlagspiele. Ein Spieler, der nicht breakt, gewinnt auf Hartplatz keine Matches gegen Gegner, die ihrerseits solide aufschlagen.
Mejía bringt genau dieses Profil mit: ordentlicher Aufschlag, aggressive Grundlinie, wenig Angriffsfläche. In der Qualifikation brachte er gegen Zheng seine Aufschlagspiele durch und nutzte die wenigen Chancen, die sich boten.
Gegen den Tipp spricht die Erfahrung. Cerúndolo hat in diesem Jahr das Achtelfinale eines Grand Slams erreicht und weiß, wie man Matches über die Distanz dreht – das 0:2 gegen Bu holte er im zweiten Satz auf. Mejía steht dagegen zum ersten Mal in einem Masters-Hauptfeld, und das gegen die Aussicht auf ein Alcaraz-Duell.
Quoten
Der Markt führt Cerúndolo als Favoriten; seine Siegquote dürfte bei etwa 1,45 liegen, Mejía um 2,70. Das entspricht nach Abzug der Marge rund 66 zu 34 Prozent – eine Einschätzung, die sich stärker am Ranking orientiert als an der Form der letzten vier Wochen.
Wir rechnen mit der Mindestquote: dem Wert, ab dem eine Wette nach unserer geschätzten Wahrscheinlichkeit rechnerisch im Plus liegt.
| Wettmarkt | Auswahl | Geschätzte Wahrscheinlichkeit | Mindestquote | Referenzquote |
|---|---|---|---|---|
| Sieger | Juan Manuel Cerúndolo | 62 % | 1,61 | Redaktion: Interwetten |
| Sieger | Nicolás Mejía | 38 % | 2,63 | Redaktion: Interwetten |
| Satz-Handicap | Mejía +1,5 | 62 % | 1,61 | Redaktion: Interwetten |
| Satz-Handicap | Cerúndolo −1,5 | 38 % | 2,63 | Redaktion: Interwetten |
| Anzahl Sätze | Über 2,5 (drei Sätze) | 46 % | 2,17 | Redaktion: Interwetten |
| 1. Satz | Nicolás Mejía | 42 % | 2,38 | Redaktion: Interwetten |
Wett-Tipp Cerúndolo gegen Mejía
Haupttipp: Sieg Nicolás Mejía – Mindestquote 2,63.
Die Herleitung stützt sich auf vier Punkte. Erstens die Formkurve: Cerúndolo hat drei seiner letzten vier Partien verloren, der einzige Sieg kam gegen einen chinesischen Wildcard-Spieler. Mejía hat zwei Qualifikationsmatches ohne Satzverlust gewonnen, darunter gegen einen gesetzten Gegner.
Zweitens der Belag: Cerúndolo ist ein linkshändiger Sandplatzspezialist mit einer Hartplatzbilanz von 14:17. Auf dem mitteschnellen Belag in Shanghai fehlt ihm das Druckmittel, um Rückschlagspiele zu gewinnen – gegen Davidovich Fokina holte er in Chengdu kein einziges.
Drittens die Belastung: Mejía profitierte in der ersten Qualifikationsrunde von einer Aufgabe und hat daher ungewöhnlich wenig Spielzeit in den Beinen für einen Qualifikanten.
Viertens die Marktverzerrung: 63 Ranglistenplätze Unterschied klingen eindeutig, bilden aber die Form der letzten vier Wochen nicht ab. Eine Quote um 2,70 für einen Spieler im Rhythmus gegen einen Gegner in der Krise ist zu hoch angesetzt.
Was dagegen spricht: Cerúndolo ist der klar bessere Spieler auf dem Papier und hat in diesem Jahr bewiesen, dass er Matches aus aussichtslosen Lagen dreht – bei den French Open aus einem 0:2 und 1:5 heraus. Deshalb liegt unsere Schätzung bei 38 und nicht bei 50 Prozent.
Sichere Alternative: Satz-Handicap Mejía +1,5 – Mindestquote 1,61. Diese Variante gewinnt bereits, wenn der Kolumbianer einen Satz holt. Angesichts von Cerúndolos Unfähigkeit, Matches kurz zu halten, ist das die konservative Version derselben These.
Quoten-Stand: 6. Oktober 2026. Wettquoten unterliegen ständigen Schwankungen – bitte vor Wettabgabe beim jeweiligen Anbieter prüfen.
Redaktioneller Hinweis: Anstoßzeit und Court standen zum Redaktionsschluss nicht fest; einzelne Datenanbieter führen die Partie für Donnerstag, den 8. Oktober. Mejías Formtabelle enthält nur die beiden Qualifikationsmatches dieser Woche, weil für seine vorherigen Einsätze keine Satzergebnisse zweifelsfrei zu verifizieren waren. Ein ATP-Duell der beiden ließ sich nicht nachweisen. Shanghai liegt sechs Stunden vor Mitteleuropa.
Wetten ab 18. Jeder Tipp kann verlieren — setze nur Geld ein, das du entbehren kannst, und hole Verluste nie durch weitere Wetten zurück. Hilfe bei Spielsucht: 0800 137 27 00 (kostenfrei, anonym) oder check-dein-spiel.de