Am Sonntag, den 11. Oktober, um 19:30 Uhr beschließen der SC Paderborn und der VfB Stuttgart den 5. Spieltag. Es treffen zwei Extreme aufeinander: Paderborn hat in drei Bundesligaspielen kein einziges Tor erzielt, Stuttgart hat in jedem Pflichtspiel der Saison getroffen. Wer hier auf den Sieger setzt, wettet auf die wackligste Größe der Partie. Unser Tipp setzt auf die stabilste: Beide Teams treffen – Nein, rechnerisch ab einer Quote von 1,80 im Plus.
Ausgangssituation Paderborn und Stuttgart
Paderborn steht als Aufsteiger mit einem Punkt auf Rang 15. Die Bilanz ist eine der ungewöhnlichsten der Liga: Die Defensive hält, vier Gegentore in drei Spielen sind für einen Aufsteiger ein solider Wert. Die Offensive dagegen hat in der Bundesliga noch nicht stattgefunden.
Stuttgart hat drei Punkte und steht auf Rang 14 – eine Enttäuschung für einen Klub, der in der Vorsaison im DFB-Pokalfinale stand. Das Problem liegt vor allem auswärts: In zwei Ligaspielen in der Fremde kassierte der VfB sieben Gegentore.
Aktuelle Form des SC Paderborn
Der Aufsteiger startete mit einem 4:2 beim Regionalligisten Phönix Lübeck in die Pflichtspielsaison – ein Sieg, den der Klub selbst als glanzlos einordnete. Lübeck kam zwischenzeitlich auf ein Tor heran und traf zweimal Aluminium. Unter den Torschützen waren die Neuzugänge Jano ter Horst und Gabriel Vidović. Mit Ulrich, einem weiteren Sommerzugang, steht zudem ein früherer Stuttgarter im Kader.
In der Liga folgte ein komplett anderes Bild: 0:0 in Mainz, 0:1 zu Hause gegen Freiburg, 0:3 in Dortmund. Drei Spiele, ein Punkt, kein einziges Tor. Paderborn ist nach 270 Ligaminuten das einzige Team der Liga ohne eigenen Treffer neben dem Hamburger SV.
Das Profil ist eindeutig: eine kompakte, tief stehende Mannschaft, die dem Gegner das Spiel überlässt und selbst kaum zu Abschlüssen kommt. Genau dieser Spielstil ist die Grundlage unseres Tipps.
| Datum | Wettbewerb | Gegner | Ort | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| 12.09.2026 | Bundesliga | Borussia Dortmund | Auswärts | 0:3 |
| 05.09.2026 | Bundesliga | SC Freiburg | Heim | 0:1 |
| 29.08.2026 | Bundesliga | 1. FSV Mainz 05 | Auswärts | 0:0 |
| 23.08.2026 | DFB-Pokal | 1. FC Phönix Lübeck | Auswärts | 4:2 |
Bilanz Pflichtspiele 2026/27: 1 Sieg, 1 Remis, 2 Niederlagen, 4:6 Tore. In der Bundesliga: 1 Punkt, 0:4 Tore.
Aktuelle Form des VfB Stuttgart
Stuttgart eröffnete die Pflichtspielsaison mit einem souveränen 4:0 beim Drittligisten Hansa Rostock, Dženan Pejčinović erzielte dabei einen Dreierpack. In der Liga folgte das 1:5 im Eröffnungsspiel in München, dann ein überzeugendes 4:1 gegen Köln und zuletzt eine 1:2-Niederlage in Hoffenheim.
Für diese Wette sind zwei Werte relevant. Erstens: Stuttgart hat in allen vier Pflichtspielen getroffen. Die Offensive funktioniert auch in schwachen Phasen. Zweitens: Auswärts steht in der Liga eine Bilanz von 2:7 Toren – allerdings gegen Bayern und Hoffenheim, zwei offensiv starke Gegner.
Gegen eine Mannschaft, die selbst nicht trifft, verliert die Stuttgarter Auswärtsschwäche an Bedeutung. Die Gegentore in München und Hoffenheim entstanden aus dem Druck spielstarker Gegner – genau diesen Druck kann Paderborn bislang nicht aufbauen.
| Datum | Wettbewerb | Gegner | Ort | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| 12.09.2026 | Bundesliga | TSG Hoffenheim | Auswärts | 1:2 |
| 04.09.2026 | Bundesliga | 1. FC Köln | Heim | 4:1 |
| 28.08.2026 | Bundesliga | FC Bayern München | Auswärts | 1:5 |
| 21.08.2026 | DFB-Pokal | F.C. Hansa Rostock | Auswärts | 4:0 |
Bilanz Pflichtspiele 2026/27: 2 Siege, 0 Remis, 2 Niederlagen, 10:8 Tore. In der Bundesliga: 3 Punkte, 6:8 Tore.
Paderborn gegen Stuttgart im Head-to-Head
Bundesliga-Duelle beider Klubs sind selten, weil Paderborn in der Vergangenheit nur kurze Gastspiele in der ersten Liga hatte. Eine belastbare Tendenz lässt sich aus der gemeinsamen Historie nicht ableiten.
Aussagekräftiger ist der Vergleich über gemeinsame Gegner. Beide Mannschaften spielten gegen Mainz, Freiburg beziehungsweise Hoffenheim und Dortmund aus demselben Tabellenumfeld. Paderborn erzielte in diesen Spielen kein Tor, Stuttgart traf in jedem. Diese Asymmetrie ist der Kern der Partie – und genau sie bildet der Markt „Beide treffen – Nein” ab.
Paderborn – Stuttgart: Quoten und Wahrscheinlichkeiten
Statt geschätzter Marktquoten arbeiten wir mit der Mindestquote: Wir berechnen aus dem eigenen Modell, ab welcher Quote der Tipp rechnerisch im Plus liegt.
Modellannahme: Torerwartung Paderborn 0,85 (null Ligatore, leicht angehoben für Heimvorteil und die vier Pokaltore), Stuttgart 1,50 (trifft in jedem Spiel, auswärts aber schwächer).
| Wettmarkt | Auswahl | Wahrscheinlichkeit | Mindestquote | Referenzquote |
|---|---|---|---|---|
| 1X2 | Sieg Paderborn | 21,4 % | 4,67 | Coldbet |
| 1X2 | Unentschieden | 26,1 % | 3,83 | Coldbet |
| 1X2 | Sieg Stuttgart | 52,5 % | 1,90 | Coldbet |
| Beide treffen | Nein | 55,5 % | 1,80 | Coldbet |
| Über/Unter | Unter 2,5 Tore | 58,3 % | 1,72 | Coldbet |
| Asiat. Handicap | Stuttgart −0,25 | 52,5 % + halber Remis-Schutz | 1,66 | Coldbet |
Paderborn gegen Stuttgart live im TV und Stream
Die Partie läuft am Sonntag um 19:30 Uhr als Abschluss des Spieltags. DAZN überträgt die Sonntagsspiele der Bundesliga in dieser Saison live und exklusiv. Eine Free-TV-Übertragung gibt es nicht; Highlights sind nach Abpfiff frei verfügbar.
Wett-Tipp Paderborn gegen Stuttgart am 11.10.2026
- Tipp: Beide Teams treffen – Nein
- Mindestquote für Value: 1,80
- Referenzquote: Redaktion: Coldbet
- Einsatzempfehlung: 2 Einheiten
Taktische und rechnerische Herleitung
Die Wette gewinnt, sobald mindestens eine der beiden Mannschaften ohne Tor bleibt. Sie gewinnt also bei einem Stuttgarter 1:0 oder 2:0 ebenso wie bei einem torlosen Remis.
Die Rechnung: Die Wahrscheinlichkeit, dass Paderborn bei einer Torerwartung von 0,85 trifft, liegt nach Poisson bei 57,3 Prozent. Für Stuttgart liegt sie bei 1,50 bei 77,7 Prozent. Beide treffen also in 44,5 Prozent der Fälle – und mindestens ein Team bleibt torlos in 55,5 Prozent. Die faire Quote liegt damit bei 1,80.
Warum sehen wir hier Value? Weil der Markt den Blick auf Stuttgarts Auswärtsschwäche richtet. Sieben Gegentore in zwei Auswärtsspielen suggerieren, dass jeder Gegner gegen den VfB trifft – und der Markt für „Beide treffen – Nein” dürfte entsprechend bei 1,90 bis 2,00 liegen. Übersehen wird, dass diese Gegentore gegen Bayern und Hoffenheim fielen, zwei der offensivstärksten Mannschaften der Liga. Paderborn ist das exakte Gegenteil.
Risikofaktoren
Der größte Risikofaktor ist Paderborns Pokalbilanz: Vier Tore beim Regionalligisten zeigen, dass die Mannschaft treffen kann, wenn sie Räume bekommt. Stuttgart verteidigt auswärts nicht stabil genug, um Paderborn diese Räume sicher zu verwehren.
Zweitens hat Stuttgart in allen vier Pflichtspielen getroffen – die Wette hängt deshalb fast vollständig an der Paderborner Torlosigkeit. Drittens ist das Sonntagabendspiel als Spieltagsabschluss erfahrungsgemäß eine Partie, in der beide Teams in der Schlussphase Risiko nehmen, wenn die Konkurrenz bereits gepunktet hat. Bei einer Torerwartung von 1,10 statt 0,85 für Paderborn sinkt die Wahrscheinlichkeit auf 48,1 Prozent, und die Mindestquote steigt auf 2,08.
Wett-Tipp in der Übersicht
Experten-Tipp: 20 Euro auf „Beide treffen – Nein” ergeben bei einer Quote von 1,95 eine Auszahlung von 39 Euro, also 19 Euro Gewinn. Der Vorteil dieses Marktes: Er deckt ein 0:0, ein 1:0 für Paderborn und jeden Stuttgarter Sieg zu Null gleichzeitig ab – verloren ist er nur, wenn beide Teams treffen.
Quoten-Stand: 15. September 2026. Quotenänderungen vorbehalten – vor Wettabgabe beim Anbieter prüfen.
