Die NÖ Open Tulln 2026 entscheiden sich an diesem Wochenende: Am Samstagvormittag stehen die beiden Halbfinals an, am Sonntag folgt das Endspiel. Für deutsche und österreichische Zuschauer ist das ATP-Challenger-Turnier in Tulln an der Donau zeitlich ideal terminiert – nur eben nicht im Fernsehen. Wo die Matches trotzdem live laufen, was der Zugang kostet und welche Spieler noch im Rennen sind.
| Turnier | NÖ Open powered by EVN |
| Kategorie | ATP Challenger 100, Sand |
| Zeitraum | 6. bis 13. September 2026 |
| Ort | TC Tulln, Tulln an der Donau, Österreich |
| TV Deutschland | keine Übertragung |
| Livestream | ATP Challenger TV |
| Free-TV | nein |
| Zeitverschiebung | keine (gleiche Zeitzone) |
| Halbfinals | Sa, 12.09., 11:00 und 13:50 Uhr |
| Finale | So, 13.09. |
Wer überträgt die NÖ Open Tulln 2026 in Deutschland?
Kein deutscher Sender. Für Turniere der ATP Challenger Tour gibt es in Deutschland keine klassischen Fernsehrechte – weder im Free-TV noch im Pay-TV. Sky besitzt über die mehrjährige Partnerschaft mit ATP Media zwar die Rechte an über 80 Turnieren der regulären ATP- und WTA-Tour und zeigt sie auf Sky Sport Tennis. Die Challenger-Ebene ist von diesem Paket jedoch ausdrücklich ausgenommen. Auch Eurosport, DAZN, ARD und ZDF übertragen die NÖ Open Tulln 2026 nicht.
Ohne Livebilder müssen Tennisfans deshalb trotzdem nicht auskommen. Die verlässliche Anlaufstelle ist ATP Challenger TV, der offizielle Streamingdienst der ATP. Er produziert die Hauptplätze der Challenger-Turniere mit mehreren Kameras, überträgt die Matches live und stellt sie anschließend auf Abruf bereit. Der Zugang ist nach Angaben der ATP grundsätzlich kostenlos und erfordert lediglich eine kostenlose Registrierung.
So funktioniert ATP Challenger TV
Der Ablauf ist unkompliziert: Konto auf der ATP-Website anlegen, bestätigen, zum Turnier navigieren – fertig. Es fällt keine Einmalzahlung an, es gibt kein Abonnement und keine Kündigungsfrist. Der Dienst läuft im Browser sowie über die gängigen mobilen Geräte.
Zwei Einschränkungen sollte man kennen. Erstens wird bei Challenger-Turnieren nicht jeder Platz mit Kameras ausgestattet; in den frühen Runden fehlen deshalb regelmäßig Partien von den Nebenplätzen. Am Finalwochenende spielt das keine Rolle, weil Halbfinals und Endspiel ohnehin auf dem Centre Court des TC Tulln stattfinden. Zweitens läuft der Kommentar – sofern überhaupt einer vorhanden ist – in der Regel auf Englisch oder gar nicht. Wer deutschsprachige Einordnung sucht, findet sie eher auf der Turnierseite als im Stream.
Alle Matches sehen: die Optionen im Überblick
- ATP Challenger TV: offizieller Livestream vom Centre Court, kostenlos nach Anmeldung, inklusive Abrufmöglichkeit nach Matchende.
- Turnier-Website und Social-Media-Kanäle: Tagesberichte, Spielerinterviews und Clips auf Deutsch – für ein Turnier dieser Größe überdurchschnittlich gut gepflegt.
- ATP-Website: Draws, Live-Ergebnisse, Tagesspielpläne und Match-Statistiken zu jeder Partie.
- Vor Ort: Tageskarten für die Anlage des TC Tulln, in dieser Turnierkategorie zu einem Bruchteil der Preise eines ATP-Tour-Events.
Was es kostenlos gibt
Auf Challenger-Ebene ist der offizielle Zugang der kostenlose – das unterscheidet diese Turniere grundlegend von den Grand Slams und der ATP-Tour, wo ohne Bezahlabo praktisch nichts läuft. Eine Registrierung bei ATP Challenger TV genügt, danach sind die produzierten Matches live und später auf Abruf verfügbar.
Ergänzend gibt es Live-Scores, Draw-Übersichten und Statistiken auf der ATP-Website sowie die deutschsprachige Berichterstattung des Veranstalters. Von unautorisierten Streaming-Portalen ist abzuraten: Sie bringen bei einem frei verfügbaren offiziellen Stream keinerlei Vorteil, dafür aber rechtliche und technische Risiken.
Anstoßzeiten, Halbfinals und Anreise
Tulln liegt in derselben Zeitzone wie Deutschland, die Uhrzeiten gelten also unverändert. Die Halbfinals beginnen am Samstag um 11:00 Uhr mit dem an vier gesetzten Vitaliy Sachko gegen den Schweizer Qualifikanten Mika Brunold. Um 13:50 Uhr folgt das Duell zwischen João Lucas Reis da Silva und dem an acht gesetzten Alex Barrena. Weil auf Sand Dreisatzmatches die Regel sind, kann sich die zweite Partie nach hinten verschieben. Das Finale steigt am Sonntag; die genaue Uhrzeit gibt der Veranstalter erst nach den Halbfinals bekannt.
Aus österreichischer Sicht ist die Woche bereits am Freitag zu Ende gegangen: Lukas Neumayer, an fünf gesetzt, unterlag Reis da Silva mit 6:7 (4), 4:6 und war der letzte verbliebene Österreicher im Feld. Zuvor war Filip Misolic mit einer Wildcard an Brunold gescheitert.
Für Fans aus dem süddeutschen Raum ist das Turnier auch vor Ort eine Option: Tulln an der Donau liegt rund 30 Kilometer nordwestlich von Wien, die Anlage des TC Tulln ist überschaubar und der Zugang zu den Spielern entsprechend nah – auf Challenger-Ebene der eigentliche Reiz gegenüber einem Tour-Event.
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