Beim ATP Masters 1000 in Montréal trifft in der ersten Runde der formstarke US-Amerikaner Alex Michelsen auf den deutschen Aufschlagriesen Jan-Lennard Struff. Gespielt wird auf dem Hartplatz im Freien im IGA Stadium; angesetzt ist die Partie für die Tagessession am Sonntag, 2. August, ab etwa 16:30 bis 17:00 Uhr MESZ (11:00 Uhr Ortszeit). Für die deutschen Fans ist es das Match des Tages – und der Sieger trifft in Runde zwei auf den topgesetzten Alexander Zverev. Wir liefern Ausgangslage, Form, H2H, Quoten und den Wett-Tipp.
Ausgangssituation: Formstärke gegen frische Beine
Alex Michelsen kommt mit breiter Brust nach Kanada. Der 21-jährige US-Amerikaner (ATP-Position rund 38) gewann zuletzt den Challenger in Bloomfield Hills und schlug sich in Washington bis ins Viertelfinale durch – inklusive eines Sieges über Adrian Mannarino. Michelsen ist ein unangenehmer, laufstarker Gegner mit starkem Return, der zuletzt bewiesen hat, dass er auch Topspieler ärgern kann. Ein Fragezeichen ist die kurze Erholungszeit: Sein Washingtoner Viertelfinale lag erst wenige Tage zurück, dazu kam die Anreise nach Montréal.
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Jan-Lennard Struff reist als der frischere, aber möglicherweise weniger matchharte Spieler an. Der Deutsche spielte zuletzt bei seinem Wimbledon-Viertelfinale sein bestes Tennis und verfügt über eine der wuchtigsten Aufschlag-Vorhand-Kombinationen der Tour. Auf dem schnellen Hartplatz von Montréal ist dieser Aufschlag eine echte Waffe. Offen ist, wie viel Rhythmus Struff nach der Turnierpause seit Wimbledon direkt mitbringt.
Aktuelle Form: Alex Michelsen
Michelsen ist auf Hartplatz in bestechender Verfassung. Die folgende Übersicht zeigt seine jüngsten Partien:
| Datum | Turnier | Runde | Gegner | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| 31.07.2026 | Washington (ATP 500), Hartplatz | Viertelfinale | T. Fritz | 1:6 6:3 6:7(6) (N) |
| 30.07.2026 | Washington (ATP 500), Hartplatz | Achtelfinale | A. Mannarino | 6:4 7:6(3) (S) |
| 29.07.2026 | Washington (ATP 500), Hartplatz | 1. Runde | M. McDonald | 6:4 7:5 (S) |
| 22.–25.07.2026 | Bloomfield Hills (Challenger), Hartplatz | Titelgewinn | u. a. Suresh, Lajal, Harris | Challenger-Titel |
Michelsen gewann in Bloomfield Hills den Titel und zog anschließend in Washington ins Viertelfinale ein, wo er gegen Taylor Fritz einen Matchball vergab (1:6, 6:3, 6:7). Eine starke, aber auch kräftezehrende Hartplatz-Serie – und der Washington-Auftritt endete erst am Freitag, zwei Tage vor Montréal.
Aktuelle Form: Jan-Lennard Struff
Struff kommt mit dem Rückenwind seines Wimbledon-Märchens, hat seither aber kaum Matchpraxis gesammelt. Die folgende Übersicht zeigt seine jüngsten Partien:
| Datum | Turnier | Runde | Gegner | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| 07.07.2026 | Wimbledon, Rasen | Viertelfinale | J. Sinner | 5:7 6:7(4) 3:6 (N) |
| Anfang Juli 2026 | Wimbledon, Rasen | Achtelfinale | H. Hurkacz | 3:6 6:7(5) 7:6(2) 7:5 4:2 Aufg. (S) |
| Anfang Juli 2026 | Wimbledon, Rasen | 3. Runde | D. Medvedev (Nr. 8) | Sieg |
| Anfang Juli 2026 | Wimbledon, Rasen | 2. Runde | B. Nakashima (Nr. 28) | Sieg |
Mit 36 Jahren erreichte Struff in Wimbledon das erste Grand-Slam-Viertelfinale seiner Karriere – als ältester Spieler der Open Era. Auf dem Weg dorthin bezwang er die gesetzten Medwedew und Nakashima sowie (nach 0:2-Satzrückstand) seinen Freund Hurkacz, ehe er dem späteren Finalisten Sinner unterlag. Montréal ist aller Voraussicht nach sein erstes Turnier seit diesem Lauf – der Faktor Matchrhythmus ist entsprechend zu beachten.
Direkter Vergleich (H2H)
Der direkte Vergleich steht 1:0 für Alex Michelsen – das einzige Duell fand 2026 in Madrid statt, das Michelsen auf Sand in zwei Sätzen gewann. Auf Hartplatz sind die beiden noch nie aufeinandergetroffen. Sportlich ist Michelsen wegen der besseren Platzierung und der frischen Formkurve leicht favorisiert; Struffs Aufschlag macht ihn auf diesem Belag aber zum unangenehmen Gegner, der jederzeit für einen Satz oder mehr gut ist.
Quoten zum Spiel
Die Buchmacher sehen Michelsen leicht vorne, doch die Quoten liegen näher beieinander, als es die Rangliste vermuten lässt. Die folgenden Werte sind an der Markteinschätzung orientierte Schätzwerte und vor Veröffentlichung durch die realen Buchmacherquoten zu ersetzen.
| Markt | Quote (ca.) |
|---|---|
| Sieg Alex Michelsen | 1,65 |
| Sieg Jan-Lennard Struff | 2,20 |
| Satz-Handicap Michelsen -1,5 | 2,30 |
| 1. Satz Alex Michelsen | 1,72 |
| Struff gewinnt mind. einen Satz | 1,50 |
Quoten-Stand: 1. August 2026. Wettquoten unterliegen ständigen Schwankungen – bitte vor Wettabgabe beim jeweiligen Anbieter prüfen.
Übertragung: Wo läuft Michelsen – Struff?
Das Masters 1000 in Montréal läuft in Deutschland über Sky (Sky Sport Tennis, kostenpflichtig) sowie im Stream über Sky Go, WOW und Tennis TV. Ein Free-TV-Angebot gibt es nicht. Ob dieses konkrete Erstrunden-Match linear gezeigt oder nur über die Court-Streams verfügbar ist, hängt von der täglichen Programmwahl ab. Von unautorisierten Streaming-Portalen ist abzuraten.
Unser Wett-Tipp zu Alex Michelsen – Jan-Lennard Struff
Haupttipp: Sieg Alex Michelsen – beste Quote 1,65. Die bessere Platzierung, der Challenger-Titel und der Viertelfinal-Lauf in Washington sowie der gewonnene einzige Vergleich sprechen für den US-Amerikaner. Wir taxieren seine Siegwahrscheinlichkeit auf rund 60 Prozent. Der einzige Haken ist die kurze Regenerationszeit.
Sichere Alternative: Struff gewinnt mindestens einen Satz – Quote 1,50. Mit seinem enormen Aufschlag hält Struff auf schnellem Hartplatz sein Aufschlagspiel meist souverän; dass er mindestens einen Satz für sich entscheidet – notfalls im Tiebreak – ist eine attraktive, vergleichsweise sichere Variante.
Für Mutige: Sieg Jan-Lennard Struff – Quote 2,20. Struff ist frisch, kommt mit Wimbledon-Selbstvertrauen und hat die größere Big-Match-Erfahrung. Sollte Michelsen die Strapazen der Washington-Woche in den Beinen spüren, ist der Aufschlagriese eine lohnende Außenseiterwette.
Prognose: Wir sehen Alex Michelsen bei rund 60 Prozent Siegwahrscheinlichkeit, Jan-Lennard Struff bei etwa 40 Prozent. Als plausibler Verlauf erscheint ein enges, aufschlaggeprägtes Match mit mindestens einem Tiebreak, das Michelsen letztlich in drei Sätzen für sich entscheidet.
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