Jan Rademeister
| veröffentlicht am: 29.07.26
geprüft von Thoralf Müller | 5 Min. Lesezeit

Rocket Classic 2026: Favoriten, Analyse & Wett-Tipp zum letzten Detroit-Event

Rocket Classic 2026: Favoriten, Analyse & Wett-Tipp zum letzten Detroit-Event

Die PGA Tour macht ihren vorletzten Halt vor den FedEx-Cup-Playoffs – und es ist ein Abschied: Der Rocket Classic in Detroit wird 2026 zum letzten Mal ausgetragen, nachdem Titelsponsor Rocket seine Option für 2027 nicht gezogen hat. Passenderweise geht das Event mit dem besten Feld seiner Geschichte und auf einem komplett umgebauten Kurs zu Ende. Weltranglistendritter und amtierender Players-Champion Cameron Young führt den Wettmarkt an, doch der neu gestaltete Detroit Golf Club stellt alle vor die gleiche Unbekannte: Diesen Platz hat so noch niemand gespielt.

Quick Facts zum Rocket Classic 2026

Turnier Rocket Classic (PGA Tour)
Datum 30. Juli bis 2. August 2026
Kurs Detroit Golf Club (North Course), Detroit, Michigan
Par / Länge Par 70 / 7.328 Yards (nach Umbau)
Format 72 Löcher Zählspiel, Cut nach 36 Löchern (Top 65 + Ties)
Titelverteidiger Aldrich Potgieter (Südafrika)
Preisgeld 10 Mio. US-Dollar (Sieger 1,8 Mio.)
FedEx-Cup-Punkte 500 (vorletztes Event der Regular Season)
TV Deutschland Sky (Verifikation, siehe Hinweis)

Worum es geht: das letzte Kapitel in Detroit

Nach acht Jahren in der Motor City verabschiedet sich der Rocket Classic – und das Turnier geht mit einem Ausrufezeichen. Das Teilnehmerfeld ist das stärkste in der Geschichte des Events: 21 der Top 50 der Weltrangliste, vier der Top 10 und erstmalige Auftritte von Xander Schauffele, Jordan Spieth und Brooks Koepka. Der Grund für die geballte Klasse liegt im Kalender: Als vorletztes Turnier der regulären Saison ist der Rocket Classic eine der letzten Gelegenheiten, sich für die FedEx-Cup-Playoffs zu positionieren. Für Spieler am Rand der Top 70 zählt hier jeder Punkt.

Mit zehn Millionen Dollar Preisgeld, 1,8 Millionen für den Sieger und 500 FedEx-Cup-Punkten steht viel auf dem Spiel. Der Rocket Classic war zwar nie ein Signature Event, doch die Playoff-Brisanz und der Abschiedscharakter verleihen der finalen Ausgabe zusätzliches Gewicht.

Der neue Kurs: vom Birdie-Fest zum Par 70

Die wichtigste Neuerung betrifft den Platz selbst – und sie verändert die gesamte Kalkulation. Der Detroit Golf Club war jahrelang als reines Birdie-Paradies bekannt, auf dem tiefe Scores die Regel waren. Damit ist es vorbei: Eine 16,1 Millionen Dollar teure Restaurierung im Stil des legendären Architekten Donald Ross hat den Kurs von einem Par 72 in ein 7.328 Yards langes Par 70 verwandelt.

Das ist mehr als eine kosmetische Änderung. Der Platz ist zwar weiterhin flach und von Bäumen gesäumt, doch die kniffligen Bunker und das neue Setup dürften die Scores anheben und das Anforderungsprofil verschieben – weg vom reinen Birdie-Sammeln, hin zu präzisem Ballstriking von Tee zu Grün. Entscheidend für die Wettauswahl: Niemand im Feld hat diese Version des Kurses jemals gespielt. Historische Detroit-Formkurven sind damit nur noch eingeschränkt aussagekräftig, was das Turnier offener macht, als es das Feld vermuten lässt.

Der Favorit: Cameron Young

Cameron Young geht als Favorit ins Rennen und hat dafür gute Gründe. Der Weltranglistendritte krönte seine Saison mit dem Sieg bei den Players Championship, dem prestigeträchtigsten Nicht-Major der Tour, und bringt konstant starke Form mit. Hinzu kommt eine ausgezeichnete Turnierhistorie in Detroit: In drei Auftritten sammelte er die zweitmeisten Schläge über dem Feld in der Event-Geschichte, mit einem geteilten sechsten und einem geteilten zweiten Platz.

Der einzige Vorbehalt ist sein jüngster verpasster Cut bei der Open Championship – ein Auftritt, der ihn bei manchen Wettenden etwas unter dem Radar hält. Auf einem umgebauten Kurs, der präzises Ballstriking belohnt, passt sein Spielprofil jedoch bestens. Young ist die logische Nummer eins, auch wenn das dichte Verfolgerfeld ihm zu einer Quote um 11,00 keine Bankgarantie beschert.

Die Verfolger

Xander Schauffele gibt sein Rocket-Debüt und ist als Weltklasse-Allrounder trotz fehlender Kurskenntnis sofort einer der Titelanwärter – ein präziser Ballstriker, dem das neue Par-70-Setup entgegenkommen sollte. Si Woo Kim reist in exzellenter Form an, mit vier Top-10-Platzierungen in seinen letzten sechs Starts. Patrick Cantlay kennt Detroit gut (geteilter zweiter Platz 2022) und sucht nach durchwachsenen Wochen die Rehabilitation, ebenso wie Wyndham Clark und der formstarke Russell Henley.

Aus der zweiten Reihe drängen sich spannende Value-Kandidaten auf. Chris Gotterup ist nach seinem Sieg beim John Deere Classic und zwei Top-20-Platzierungen in Topform. Akshay Bhatia war 2024 in Detroit Zweiter und kann, wie sein Sieg bei der Arnold Palmer Invitational zeigte, jederzeit zuschlagen. Der 21-jährige Jackson Koivun, der zuletzt sensationell das 3M Open in erst seinem dritten Profistart gewann, ist der Shootingstar der Wochen. Titelverteidiger Aldrich Potgieter, der 2025 mit 20 Jahren im Stechen triumphierte, wird dagegen nur als Außenseiter geführt – auch weil der Kursumbau seinen Vorjahresvorteil zunichtemacht.

Quoten zum Turniersieg

Die folgenden Werte sind abgeleitete Marktschätzungen und geben die Favoritenrollen im offenen Feld wieder. Sie sind vor einer Wettabgabe mit dem aktuellen Angebot des jeweiligen GGL-lizenzierten Anbieters abzugleichen.

Spieler Quote (ca.)
Cameron Young 11,00
Xander Schauffele 15,00
Si Woo Kim 21,00
Wyndham Clark 21,00
Chris Gotterup 21,00
Patrick Cantlay 23,00
Russell Henley 26,00
J.J. Spaun 32,00
Akshay Bhatia 48,00
Aldrich Potgieter 101,00

Quoten-Stand: 28.07.2026. Wettquoten unterliegen ständigen Schwankungen – bitte vor Wettabgabe beim jeweiligen Anbieter prüfen.

Der Wett-Tipp zum Rocket Classic

Haupttipp: Sieg Cameron Young, beste Quote 11,00. Der Weltranglistendritte und Players-Champion ist der formstärkste Name an der Spitze, und sein präzises Spiel passt zum neuen Par-70-Setup. Kombiniert mit seiner starken Detroit-Historie ist er zu dieser Quote die logische Siegwahl.

Sichere Alternative (Each-Way): Chris Gotterup, Quote 21,00, oder Patrick Cantlay, Quote 23,00. Gotterup ist als frischer John-Deere-Sieger in Topform, Cantlay bringt mit seinem zweiten Platz 2022 nachgewiesene Kurskompetenz mit. Über die Platzwette (Top 5 / Top 10) beide solide Absicherungen.

Für Mutige: Xander Schauffele, Quote 15,00, oder Akshay Bhatia, Quote 48,00. Schauffele ist bei seinem Debüt womöglich leicht überbezahlt für einen Spieler seiner Klasse, Bhatia der klassische Longshot mit Zweitplatzierten-Erfahrung von 2024.

Prognose: Ein durch den Kursumbau geöffnetes Turnier, in dem präzises Ballstriking und Anpassungsfähigkeit an das neue Setup zählen. Wir sehen Young bei rund 12 Prozent Siegwahrscheinlichkeit als knappe Nummer eins vor einem dichten, tiefen Feld – was die Each-Way-Wette auf formstarke Ballstriker besonders reizvoll macht.

Häufige Fragen zum Rocket Classic 2026

Wer ist Favorit beim Rocket Classic 2026?

Weltranglistendritter Cameron Young, der amtierende Players-Champion, führt den Wettmarkt an, gefolgt von Xander Schauffele.

Wann findet der Rocket Classic 2026 statt?

Von Donnerstag, 30. Juli, bis Sonntag, 2. August 2026, im Detroit Golf Club in Michigan.

Warum ist es der letzte Rocket Classic?

Titelsponsor Rocket hat seine Option für 2027 nicht gezogen; die achte Ausgabe ist damit die finale.

Was hat sich am Kurs geändert?

Eine 16,1 Millionen Dollar teure Donald-Ross-Restaurierung hat den Detroit Golf Club von einem Par 72 in ein 7.328 Yards langes Par 70 verwandelt – niemand hat diese Version zuvor gespielt.

Wer ist der Titelverteidiger?

Aldrich Potgieter aus Südafrika, der 2025 mit 20 Jahren im Stechen gegen Max Greyserman und Chris Kirk seinen ersten PGA-Tour-Sieg holte.


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