Sportwetten legal in Deutschland – eine heikle Frage

BetsD

Unerfahrene User, welche ihren Sportwettenstart vollziehen, dabei aber nichts falsch machen möchten, stehen immer wieder vor einer Frage: Sind die Sportwetten überhaupt legal in Deutschland? Die Informationen zu diesem Thema im Internet sind recht spärlich und wenn dann teilweise auch widersprüchlich. Vor allem die offiziellen Verlautbarungen der deutschen Politik-Gilde dürften einige Wettfans schon ins Grübeln gebracht haben.

 

Die Sportwetten in Deutschland boomen. Es gibt sicherlich kaum einen Sportfan, welcher nicht schon einmal darüber nachgedacht hat, sich bei einem Onlinebuchmacher anzumelden und seine Tipps erfolgreich zu setzen. Vielfach stellen sich die Anfänger jedoch die Frage – ist dies über legal? Wir sind den Dingen im folgenden Ratgeber auf den Grund gegangen. Wollen wir es direkt voranstellen. Die Sportwetten im Internet sind legal und finden in einem rechtlich sicheren Rahmen statt. In der Steinzeit sind lediglich die hiesigen Gesetzeshüter stehen geblieben. Die Richtlinien der Europäischen Union sind klar und eindeutig. Folgend wollen wir die Situation etwas genauer beleuchten.

 

Die Fakten zu Sportwetten in Deutschland

  • Keine offiziellen deutschen Lizenzen
  • Buchmacher verfügen über sichere EU-Genehmigungen
  • Oddset soll verteidigt werden
  • Lizenzvergabe entwickelt sich zur Farce
  • Wettsteuer sorgt für etwas Sicherheit

 

Wie ist die aktuelle rechtliche Situation in Deutschland?

Die aktuelle rechtliche Situation in Deutschland lässt sich schwer beschreiben, da es eigentlich keine Verordnungen und Gesetze gibt. Einziger offizieller Sportwettenanbieter ist Oddset. Der „Staatsbookie“ soll die gesamten Wetten kanalisieren. Dass diese Vorgabe reichlich weltfremd ist, vor allem vor dem Hintergrund der unterirdischen Qualität des Wettanbieters, hat in den Berliner Regierungskreisen bisher kaum jemand erkannt. Es gibt aktuell keinen einzigen Onlineanbieter, welcher mit einer deutschen Lizenz seine Tipps vermarkt.

 

Tipico Webseite 2017

Abb. Auf Nummer sicher mit Tipico?

 

Alle seriösen Internet-Bookies arbeiten mit Genehmigungen anderer EU-Staaten. Hervorgetan haben in diesem Sektor vor allem die Aufsichtsbehörden in Malta und Gibraltar. Aufgrund der Dienstleistungsfreiheit innerhalb der Europäischen Union dürfen die Buchmacher ihre Wetten auch in Deutschland anbieten – und zwar vollkommen legal. Um diesen eindeutigen Fakt kommen selbst die härtesten Verbotsjunkies nicht herum. Die Onlinewettangebote sind vollkommen rechtens. Hinter den Wettportalen stehen renommierte Unternehmen, welche sich mit jedem anderen Wirtschaftszweig vergleichen lassen.

 

Interessanterweise hatte die Bundesregierung 2013/14 tatsächlich Anlauf zur Lizenzvergabe genommen. Insgesamt sollten 20 Sportwettenanbieter entsprechende Genehmigungen erhalten. Wie die Gesetzeshüter auf die Einschränkung von zwanzig Firmen kommen, bleibt wahrscheinlich für immer ein Rätsel. Das Auswahlverfahren wurde unter die Federführung des Innenministeriums in Hessen gestellt – und es kam wie es kommen musste. Bereits wenige Tage nach Veröffentlichung der Ergebnisse, wurde das Vergabeverfahren von mehreren Gerichten gekippt. Es entbehrt jeder Logik, zwei „gleiche“ Buchmacher unterschiedlich auf Platz 20 oder 21 der Liste zu setzen. Selbst das hessische Innenministerium musste einräumen, dass es eigentlich keine klaren Vergaberichtlinien gab. Betracht man die Farce im Nachhinein, kann man neutral zur Ansicht kommen, dass die Bundesregierung des Scheitern gewollt hat. Nach dem Motto „wir haben es ja versucht, aber die Gerichte haben es gekippt“, ist alles beim Alten geblieben. Um es im Kanzlerdeutsch zusagen, dass Vergabeverfahren war „alternativlos“.

 

Die aktuelle Gesetzgebung

Seit über fünf Jahren warten die privaten Sportwettenanbieter auf eine Legalisierung in Deutschland. Bereits vor Jahren hat die EU die Richtlinien für das Buchmacher-Handwerk in Europa sehr genau vorgegeben. Während in vielen Staaten die Märkte offen reguliert werden und Transparenz geschaffen ist, hat sich in Deutschland nichts – aber auch überhaupt nichts – geändert. Der stattliche Buchmacher Oddset besitzt in den Berliner Regierungskreisen noch immer eine riesige Lobby. Kontrahenten am Markt sollen unter dem Deckmantel der Spielsuchtbekämpfung blockiert werden.

 

Das dieses Vorhaben scheitert ist jedoch ebenfalls seit einigen Jahren ersichtlich. Im landbasierten Geschäft sind zahlreichen Wettbüros entstanden. Online gibt’s mittlerweile über 100 Wettanbieter, welche den deutschen Markt bedienen – und dies vollkommen seriös und sicher. Der einzige kleine Punkt ist, dass die Unternehmen im Hintergrund, auch wenn diese ihren Hauptsitz in Deutschland haben, noch auf Lizenzen aus dem Ausland zurückgreifen müssen. Aufgrund der Dienstleistungsfreiheit innerhalb der EU stellt dies praktisch jedoch kein Problem dar.

 

Der Deutsche Sportwettenverband, dem mehrere große Unternehmen der Branche angehören, hat die aktuelle Situation hierzulande auf der Webseite auf einer Fluganzeigen-Tafel sehr gut beschrieben:

 

  • Sportwettenlizenzen – Delayed
  • Schwarzmarkt – Take off
  • Rechtssicherheit – Cancelled
  • Spielerschutz - Delayed

 

Warum verhält sich die Gesetzgebung so konservativ?

Die beliebte Ausrede ist, dass die Kunden vor der Spielsucht geschützt werden müssen. Das Wort „Lüge“ trifft es aber an dieser Stelle besser. Einziger Grund für den rechtlichen Zirkus ist die Verteidigung der Marktstellung von Oddset. In anderen Ländern haben die Sportwetten ein zum Teil hundertjährige Tradition, aber der deutsche Sportwetter muss geschützt werden?

 

Die Lizenzen aus Schleswig-Holstein

Im Jahre 2012 schien es tatsächlich so, als solle der deutsche Sportwetten-Markt endlich aufbrechen. Die Landesregierung in Schleswig-Holstein begann die EU-Richtlinien umzusetzen. Es wurden Genehmigungen für Buchmacher und Online-Casinos erteilt, verbunden natürlich mit entsprechenden Steuereinnahmen für das Staatsäckel. Die damalige CDU-FDP Regierung verweigerte zudem den Betritt zum Glücksspielvertrag der Bundesländer. Das fortschrittliche Vorgehen wurde später von der SPD-Grünen Regierung wieder gekippt. Wie es mit den Sportwetten legal in Deutschland – respektive in Schleswig Holstein – weitergeht, wird sich wohl erst nach der kommenden Landtagswahl zeigen.

 

Der Genehmigungsversuch aus Hessen

Seit 2014 stand vornehmlich das Innenministerium in Hessen unter Beschuss der Wettanbieter. Die Landesregierung sollte im Auftrag vom Bund zwanzig reguläre Sportwetten-Lizenzen in Deutschland verteilen. Sicherlich wird jeder Otto-Normalverbraucher einwenden, warum gerade 20 Genehmigungen, wenn es doch über 100 seriöse Wettanbieter gibt? Dieser Einwand ist berechtigt. Nicht nur die Fachleute haben vorhergesehen, dass die Lizenzvergabe in einem Chaos endet. Genau so ist es dann auch eingetroffen. Die Regelungen wurden nach der Zulassung von mehrerer Gerichten im Sinne der Wettbewerbsfreiheit innerhalb von wenigen Wochen gekippt. Der gesamte Arbeitsaufwand – einschließlich gewaltiger Steuergeldverschwendung – war umsonst. Selbst das hessische Innenministerium musste im Nachgang einräumen, dass überhaupt keine klaren Regelungen und Vorgaben zur Lizenzvergabe vorhanden waren.


Genau aus diesen Gründen darf der Vorstoß der Bundesregierung als reine Alibiveranstaltung betrachtet werden. Man hat es zwar versucht, doch die „bösen Gerichte“ haben die Lizenzen gekippt. Fakt ist und bleibt – das Ende vom Lied stand vorher fest. Geändert hat sich schlussendlich an der Gesamtsituation nichts.

 

Die Wettsteuer – der indirekt richtige Weg

Ein wichtige Veränderung hat es jedoch tatsächlich gegeben, welche sich im Nachhinein sogar als kleiner Glücksgriff erweist. Seit Juli 2012 müssen die Buchmacher in Deutschland fünf Prozent ihrer Umsätze ans Finanzamt abführen. Ohne Frage ist und bleibt die Sportwetten-Steuer ein streitbares Thema, doch letztlich hat sie die Branche aus der Grauzone gehoben. Selbst den Wortakrobaten der Regierung fällt es nun schwer zu erläutern, dass die Sportwetten legal in Deutschland nicht vorhanden sind, wenn anderseits dreistellige Millionenbeträge beim Fiskus landen.

 

Die Probleme der hiesigen Gesetzgebung

Natürlich wollen wir aus Spielersicht einen wichtigen Punkt nicht verschweigen. Die fehlende Gesetzesgrundlage kann unter Umständen enorme Schwierigkeiten bringen. Gibt’s Streitfälle zwischen den Kunden und den Buchmachern, so lassen sich diese nicht vor den hiesigen Gerichten klären. Will ein User seine Gewinne einklagen, wird er bei der Justiz vor verschlossenen Türen stehen. Selbst wenn die Richter eine Entscheidung treffen möchten, es ist aufgrund der nicht vorhandenen Gesetze unmöglich.

 

Daher unser Tipp: Suchen Sie sich in jedem Fall einen seriösen und sicheren Wettanbieter.

 

Wie wird die Zukunft der Sportwetten aussehen?

Entweder Deutschland bringt irgendwann die erforderlichen Gesetze selbst auf den Weg oder die Regierung wird von EU gezwungen. Vermutlich ist es noch ein langer Weg bis zu einer endgültigen Regelung. Fakt ist jedoch, dass die Tatsachen, sprich die Sportwetten im Internet, die hiesige Gesetzgebung bereits schachmatt gestellt haben.

 

Die Lizenzen aus anderen Staaten

Aktuell sind die Buchmacher durchweg mit EU-Lizenzen aus anderen Staaten am Ball. Die Genehmigungen sichern jedoch auch die Sportwetten der hiesigen Kunden zu 100 Prozent ab. Besonders hervorgetan haben sich in den letzten Jahren die Malta Gaming Authority sowie die Regulierungsbehörde in Gibraltar. Beide Staaten zählen ohne Frage zu den Vorreitern der Onlinespielbranche. Die strengen Richtlinien in Malta und Gibraltar haben für immer neuere und höhere Sicherheitsstandards der Glückspielanbieter gesorgt.

 

Fazit: Sportwetten sind legal – Kein Sportwetter muss sich irgendwelche Gedanken machen

Resümierend kann festgestellt werden, dass die Sportwetten aufgrund der EU-Richtlinien komplett legal sind. Kein Spieler muss sich irgendwelche Sorgen machen. Irgendwann wird auch die deutsche Gesetzgebung vom Zug der Zeit eingeholt.

 

Sportwetten legal in Deutschland zu platzieren, ist heutzutage problemlos möglich. Obwohl die Berliner Regierungsvertreter noch immer keine gesetzlichen, endgültigen Vorgaben geschaffen haben, ist die Wettabgabe bei einem Buchmacher aus dem Ausland nicht zu beanstanden. Die EU-Lizenz der Wettanbieter – aber auch die vorhandenen Genehmigungen aus Schleswig Holstein – sichern den Wettbetrieb anhand der EU-Richtlinien ab.

 

Die Tipps werden in einem sicheren Umfeld gesetzt. Hinter den Wettplattformen stehen große und sichere Unternehmen, welche den Vergleich mit anderen Branchen an keiner Stelle scheuen müssen. Es ist aus unserer Sicht nur eine Frage der Zeit, bis die Regierung den Sportwetten in Deutschland auch aus ihrer Blickrichtung zur entsprechenden einheimischen Legalität verhilft.

 

 

 

 

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